Barleben. Die Bundestagsabgeordnete Waltraud Wolff ist derzeit wieder auf Vorlesetour zu kleinen Geschichtenfans. Begleitet wird sie dabei von Ina Köhn, einer ehrenamtlichen Zauberkünstlerin aus Wegen-stedt in unserem Landkreis. Im Clownskostüm entführte die dreifache Mutter vorgestern Barlebens älteste Krippenkinder mit ihren Tricks ins Reich der Phantasie. Und wer glaubt, zwei- bis dreijährige Sprösslinge seien für eine magische Show noch zu klein, der irrt. Ina Köhn war begeistert, wie die Kleinen mitspielten. Aus ihrem Koffer zog sie immer neue Requisiten für Kunststücke. Da war beispielweise der schwarze Zauberstab krank. Die Kinder wussten Rat. Ein bisschen Pusten und schnell verschwanden die weißen Punkte. Mit ihren beiden jüngsten Töchtern (zwei und drei Jahre alt) zaubert Ina Köhn jeden Abend. Sie zeigen ihr, wie schnell sich kleine Geister mitreißen lassen. Ina Köhn ist beim großen Magier Astor in die Lehre gegangen. Der ist leider zu Jahresbeginn nach kurzem Krankenhausaufenthalt verstorgen. Astor, alias Victor Jamnitzky, war ein Meister seines Faches. Er wurde 1922 in Uschhorod in der Ukraine geboren. Nach dem Abitur begann er ein Medizinstudium, das er wegen Militärdienstes beenden musste. Nach dem Krieg studierte er Psychologie. Astor entdeckte Anfang der 40er Jahre seine Liebe zur Zauberei. Damit begann eine internationale Karriere nicht nur als Zauberer, sondern auch als Lehrmeister und Fachautor. Seit 1969 lebte er in Wuppertal, betrieb lange Jahre ein Geschäft für Zauberkunst und belebte dort den "Magischen Zirkel", ein Zusammenschluss von Zauberkünstlern aus der Gegend. Ina Köhn würde sehr gern noch andere Kindereinrichtungen rund um Wolmirstedt besuchen.