Groß Ammensleben (kd). Am Montag endet die Einreichungsfrist für Bewerbungen um die Stelle des hauptamtlichen Bürgermeisters der Gemeinde Niedere Börde. Gemeindewahlleiter Jürgen Werner geht bislang von vier Bewerbungen aus, darunter die der Amtsinhaberin. Hinter einem Bewerber, der Unterlagen eingereicht hat, steht eine Wählergruppe. Es gibt einen Einzelbewerber, der Unterstützungsunterschriften gesammelt hat. Ein zweiter will heute die Unterlagen abgeben.

Die siebenjährige Amtszeit von Erika Tholotowsky (parteilos) läuft im Juli aus. Die Stellenausschreibung erschien am 11. Januar im amtlichen Mitteilungsblatt der Einheitsgemeinde. In der Niederen Börde soll die Neuwahl des hauptamtlichen Gemeindeoberhauptes am 20. März zusammen mit der Neuwahl des Landesparlamentes erfolgen. Termin für eine eventuell erforderliche Stichwahl wäre dann der 3. April. Der einheitliche Termin von Landtags- und Kommunalwahl bedeutet für die Verwaltung in Groß Ammensleben einen geringeren organisatorischen und finanziellen Aufwand, da große Teile der Wahlvorbereitung in einheitlichen Arbeitsgängen erledigt werden können.

Erika Tholotowsky war die erste hauptamtliche Bürgermeisterin der Niederen Börde. Die 52-Jährige bekam am 27. Juni 2004 bei einer Stichwahl rund 70 Prozent der Stimmen. Auf Mitbewerber Wilfried Soeder aus Meseberg entfielen 30 Prozent. Die Stichwahl hatte sich notwendig gemacht, weil beim ersten Wahlgang am 13. Juni 2004 keiner der hier drei Kandidaten die absolute Stimmenmehrheit bekommen hatte. Klaus Maaßberg, bis dahin Leiter des Verwaltungsamtes Niedere Börde, hatte nach dem ersten Wahlgang auf eine weitere Kandidatur verzichtet, obwohl er mit 1201 Stimmen knapp vor Tholotowsky (1142 Stimmen) lag.