Die Ganztagsschule "Johannes Gutenberg" in Wolmirstedt gehört zu den 20 Besten in Deutschland. Als Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Zander zum Neujahrsempfang am Sonnabend dies in seiner Rede mit Stolz erwähnte, klappten die Türen in der Vorzeigeeinrichtung in der Meseberger Straße gerade besonderes heftig auf und zu.

Wolmirstedt. Die Grundschule hatte zum alljährlichen Kennenlerntag geladen, und wie in jedem Jahr kamen zahlreiche Eltern mit ihren Kindern, um sich über die Angebote dieser Einrichtung zu informieren. Den künftigen Erstklässlern sollte jede mögliche Angst vor dem neuen Lebensabschnitt genommen werden und sie sollten eine Ahnung davon bekommen, dass Lernen auch Spaß machen kann.

Emil aus Farsleben, der im nächsten Jahr eingeschult wird, weiß das längst. Seine beiden älteren Brüder Marian und Marvin haben hier ebenfalls Lesen und Schreiben gelernt. "Auch in diesem Jahr werden wieder viele Geschwisterkinder eingeschult. Insgesamt begrüßen wir zum neuen Schuljahr 37 Erstklässler", berichtet Grundschulleiterin Christine Schleef.

Vor vier Jahren war die Schule umfangreich saniert worden. Davon konnten sich die Besucher beim Rundgang durch das Haus überzeugen. Freundliche, helle Schulzimmer und Kabinette, Haushaltsraum, Kreativwerkstätten, Schulküche oder Speisesaal wurden in Augenschein genommen. Und auch der Neubau der Turnhalle blieb natürlich nicht unerwähnt.

Erstklässler zu Beginn nicht gleich überfordern

Bei der Vorstellung des Konzeptes der Ganztagsschule betonte die Schulleiterin, dass besonders in der ersten Zeit viel Wert darauf gelegt wird, dass die Kleinen nicht überfordert werden. Im Unterricht und in den weiterführenden, ganztägigen Angeboten sollen Gemeinschaftsgefühl, Selbstbewußtsein, Toleranz und verantwortliches Handeln gefördert werden. Das Angebot an Arbeitsgemeinschaften und Kursen ist in der Ganztagseinrichtung besonders groß und reicht von Sprachbildung, über Sport bis zu Theater und Musik.

Gleich mit drei Kindern, die alle mal die Gutenberg-Schule besuchen sollen, war Anett Jenich aus Wolmirstedt gekommen. Sohn Justin bereitet sich bereits auf die Einschulung vor, die zweijährige Schiara und Baby Cathalina haben noch Zeit. "Ich habe bislang nur Gutes von der Schule gehört und wollte mir selbst ein Bild machen. Der erste Eindruck ist gut", sagt die dreifache Mutter.

Neue Methode, um das ABC zu erlernen

Besonders interessierten sie und viele andere Mütter und Väter sich auch für die neue Lese-Schreibmethode, die Lehrerin Britta Großmann vorstellte. Dieses so genannte Verschriften der Wörter führt dazu, dass die Schüler viel schneller das Abc lernen.

Und natürlich geht nichts mehr ohne Computer. Erstklässler zeigten stolz, was sie in kurzer Zeit gelernt haben, ließen sich gern über die Schulter schauen. Für Gespräche standen neben Hostessen – Schülern der Klassen 1 bis 4 –auch Lehrer und Sozialpädagogen zur Verfügung. Im Musikkabinett half Praktikantin Marie-Louise Gattermann. Die 20-Jährige besucht die Fachschule für Sozialpädagogik in Wolmirstedt und absolviert bereits ihr zweites Praktikum. "Hier stimmt einfach alles. Die Arbeit macht viel Spaß", fand auch sie nur lobende Worte.

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