Auch im Jahr 2010 hat die Feuerwehr Groß Santersleben ein umfangreiches Arbeitspensum absolviert. Das ging aus dem Tätigkeitsbericht hervor, den Ortswehrleiter Volker Kramer bei der Jahreshauptversammlung am Sonnabend vorstellte.

Groß Santersleben. Wehrleiter Kramer zeigte auch, was längst bekannt ist, nämlich dass die Feuerwehr nicht nur dafür da ist, um Brände zu löschen und technische Hilfe zu leisten, sondern auch, um das kulturelle Leben im Dorf mitzugestalten. So haben die Kameraden im vergangenen Jahr beispielsweise traditionell das Osterfeuer, das Herbstfeuer und den Martinsumzug abgesichert, waren beim Pfingstfest beim Dorf- und Sportfest und beim Tag der Regionen präsent und hatten auch wieder zu ihrem Weihnachtsmarkt ins Gerätehaus eingeladen.

Jahr beginnt mit einem großen Einsatz

Ebenso konnte man auf die Feuerwehrleute zählen, als es um Ordnung und Sicherheit im Ort ging – sie säuberten den Brunnen auf dem Lindenplatz oder entfernten Metallstäbe am Dorfteich.

Betrachtet man das Einsatzgeschehen, so begann das vergangene Jahr für die Groß Santersleber Kameraden gleich mit einem großen Einsatz. Im benachbarten Schackensleben brannte der Dachstuhl eines Hauses. Außerdem sorgten im Laufe des Jahres ausgelaufene Flüssigkeiten, auszupumpende Kabelschächte, ein Wasserschaden, ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person und ein Heckenbrand für weitere Einsätze. Insgesamt wurden die Groß Santersleber Feuerwehrleute neunmal alarmiert.

Ihre Kenntnisse festigten die Kameraden nicht nur an den Dienstabenden und im Rahmen von Ausbildungsmaßnahmen, sondern auch bei zwei Groß-übungen mit anderen Wehren aus der Einheitsgemeinde. So wurde im April in Schackensleben und im November in Hermsdorf der Ernstfall geübt.

"Die Ausbildungsteilnahme an den Dienstabenden kann als gut eingeschätzt werden", sagte Volker Kramer. Doch die Ausbildung ist nur die eine Seite, die Ausrüstung die andere. So musste der Ortswehrleiter leider beklagen, dass die Haushaltssperre der Gemeinde Hohe Börde ab Frühjahr 2010 nicht spurlos an den Kameraden vorbeigegangen ist. So konnten Neuanschaffungen für die persönliche Schutzausrüstung erst im Dezember realisiert werden.

Auch die defekte Drehleiter der Feuerwehr Hermsdorf ließ Volker Kramer nicht unerwähnt: "Auch aus Sicht der Ortsfeuerwehr Groß Santersleben ist die Reparatur beziehungsweise die Neuanschaffung der Hermsdorfer Drehleiter notwendig, da die benachbarten Feuerwehren wie Haldensleben, Wolmirstedt oder Wanzleben die geforderten Hilfsfristen für eine Drehleiter nicht einhalten können. Die Drehleiter in Hermsdorf ist fast ein Jahr defekt. Reparaturkosten in Höhe von 15 000 Euro konnten in der Gemeinde Hohe Börde nicht aufgebracht werden."

Obergeschoss soll ausgebaut werden

Nach einer 30-jährigen Dienstzeit in der Feuerwehr konnte sich Martina Koch über eine Ehrung freuen. Maik Herzberg und Silvio Blanke wurden für eine vorbildliche Ausbildungsteilnahme und Benjamin Blancke und Silvio Pasemann für ihre Bereitschaft bei den Einsätzen ausgezeichnet.

Dank sagte Volker Kramer zudem der bisherigen Jugendwartin Ines Hoof, die aus familiären Gründen nun das Zepter an Marcel und Maik Herzberg weitergegeben hat.

Für das Jahr 2011 hat sich die Wehrleitung klare Ziele gesteckt: Neben der Erneuerung des Schriftzuges "Freiwillige Feuerwehr Groß Santersleben" am Gerätehaus steht der Ausbau des Obergeschosses zum Lagerraum auf dem Plan.