Es gibt zahlreiche Bürger, die sich selbstlos engagieren und mit vielen Ideen das alltägliche Leben gestalten. Das gab dem Verein zur Förderung und Unterstützung des Ehrenamtes auch in diesem Jahr wieder Anlass, Ehrenamtliche bei einer Gala des Ehrenamtes zu würdigen. Inzwischen war es die vierte Auflage.

Landkreis Börde. Die meisten Ehrenamtlichen verfahren bei ihrer Arbeit nicht nach dem Motto "Tu Gutes und rede darüber", sondern sie arbeiten, ohne es an die große Glocke zu hängen. Und genau deshalb wollte der Verein zur Förderung und Unterstützung des Ehrenamtes sie auch in diesem Jahr in einer Gala des Ehrenamtes in den Mittelpunkt rücken. Und die Vereinsvorsitzende Birgit Buß betonte in ihrer Begrüßung: "Die vorgeschlagenen Preisträger stehen stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen in unserem Landkreis, alle sollten sich geehrt fühlen."

Die Schirmherrschaft für die Gala hatte der Präsident des sachsen-anhaltischen Landtages, Dieter Steinecke, übernommen. "Ich fühlte mich geehrt, als ich gefragt wurde, ob ich die Schirmherrschaft für die Gala des Ehrenamtes übernehmen würde", sagte er und freute sich, dass nicht nur die Politik im Landtag zum Tag des Ehrenamtes die Ehrenamtlichen würdigt, sondern dass diese Ehrung auch im Landkreis Börde fortgesetzt wird. Die Ehrenamtlichen würden einen großen Beitrag leisten, dass sich die Gesellschaft formt, und müsste man das bezahlen, was sie tagtäglich leisten, würde das Millionen kosten.

Landrat Thomas Webel nannte die Gala des Ehrenamtes einen Höhepunkt im gesellschaftlichen Leben. Er richtete seinen Dank an alle, die es möglich machten, dass das Ehrenamt in solch einer Veranstaltung gewürdigt werden kann. Bisher wurden bereits über 100 Personen auf diese Weise geehrt, die selbst meistens nicht im Licht der Öffentlichkeit stehen. "Unsere Gesellschaft braucht mehr denn je Menschen, die Zeit und Kompetenz in die Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens investieren, das Ehrenamt ist das Lebenselixier auch in unserem Landkreis und ist gerade im ländlichen Raum unverzichtbar", so Webel, der sich freute, dass die Ehrenamtlichen Eigenverantwortung vorleben. "Lassen Sie uns dafür sorgen, dass diese Beispiele ansteckend wirken."

Insgesamt wurden bei der Veranstaltung, die am Freitag im Akademiesaal auf Schloss Hundisburg stattfand, zwei Vereine und 24 Einzelpersonen geehrt. Und die Vielfältigkeit der Arbeitsfelder, in denen sich diese Menschen engagieren, gab Anlass zum Staunen. Da war die Arbeit für und mit Senioren ebenso zu finden wie der Sportbereich, die Feuerwehr, die Verbindung zwischen Schule und Wirtschaft und die Pflege der Geschichte im Heimatverein.

Die Landtagsabgeordnete Rita Mittendorf brachte es auf den Punkt: "Es ist unwahrscheinlich vielfältig, was von den Menschen in der Region ehrenamtlich geleistet wird und das führt auch zu anderen Bedingungen im gesellschaftlichen Zusammenleben, ohne das ich gleich von Familienersatz sprechen möchte."

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