Kreislaufkollaps, Knochenbruch oder Kopfverletzung – die Mitglieder vom Jugendrotkreuz kennen sich nicht nur bei der Ersten Hilfe aus. In dem halben Jahr, das die Gruppe heute besteht, haben sich die Jugendlichen auch über die Medizin hinaus mit vielen verschiedenen Dingen beschäftigt.

Wolmirstedt. Heute vor genau einem halben Jahr wurde sie offiziell gegründet, die Jugendrotkreuzgruppe Wolmirstedt. Aus anfangs vier Mitgliedern wurden in diesen sechs Monaten schon zehn. Weiteres Wachstum ist nicht ausgeschlossen – und sogar gewünscht. Wer zwischen 12 und 25 Jahren alt ist, kann sich jederzeit zu den Treffen einfinden.

Die Motivation der aktuell anwesenden Mädchen und Jungen, sich der Gruppe anzuschließen, war dabei ganz unterschiedlich. Tony Sebastian Siebert hatte sich beispielsweise schon beim Schulsanitätsdienst eingebracht. Als die Verantwortliche in den Ruhestand ging, wurde der Schüler auf einen Aushang des DRK aufmerksam. Und ist seitdem dabei. Mitstreiterin Natalie Plate wollte "vor allem wissen, was man tun muss, wenn etwas passiert. Ich wollte nicht ratlos danebenstehen".

Einmal wöchentlich – immer donnerstags, 17 Uhr – trifft sich die Jugendrotkreuzgruppe im Schulungsraum des DRK, Heinrich-Heine-Straße. Nicht immer steht ein medizinisches Thema auf der Tagesordnung. "Wir beschäftigen uns mit allen Bereichen der Gesellschaft, zum Beispiel auch mit den Medien", erzählt Gruppenleiter Sylvio Klein. "In diesem Jahr liegt der Hauptaugenmerk aber auf der Wettkampfvorbereitung." Bei Landes- und Bundesentscheiden wollen die Wolmirstedter Jugendlichen zeigen, was sie können.

Dafür haben sie nicht nur Theorie gebüffelt. Sondern sich auch bei den Profis aus dem Rettungswesen umgeschaut. Und das nicht nur auf dem eigenen Gelände. "Wir waren schon bei der Leitstelle in Haldensleben und haben uns den Rettungshubschrauber ¿Christoph 36‘ angeschaut. Das war schon interessant, wenn man das mal so aus der Nähe sieht", erinnert sich Christian Müller.

Ganz nah dran sind die Mitglieder der Jugendrotkreuzgruppe aus Wolmirstedt auch bei den Blutspenden. Vom Imbiss bis zur Anmeldung der Spender haben die Mädchen und Jungen schon in fast allen Bereichen mitgeholfen. "Ziel ist, dass wir als Jugendrotkreuzgruppe diese Aufgaben bei der Blutspende eigenverantwortlich übernehmen", blickt Sylvio Klein voraus. Er hat viel vor mit seiner Mannschaft. Zu viel, um es allein zu schaffen, weswegen sich der junge Mann auch bei Stephan Wagner, Sandra Hennig und Nadine Beck bedankt, die ihn tatkräftig unterstützen.

Schließlich soll es nicht bei zehn Mitgliedern bleiben. Sondern die Gruppe weiter so wachsen, wie im ersten halben Jahr ihres Bestehens. Wer mitmachen möchte, kann donnerstags persönlich vorbeischauen oder unter der Telefonnummer (039 201) 5 62 48 weitere Informationen erhalten.