Die Erlaubnis zum Auflegen von Booten auf den Jersleber See soll künftig vom Anlegeplatz abhängig gemacht werden. "Wir hoffen, mit allen Steginhabern zu einvernehmlichen Lösungen zu kommen. Schließlich haben sie die Stege in mühevoller Arbeit angelegt", so Vize-Bürgermeister Jörg Meseberg auf einer Einwohnerversammlung in Meitzendorf. Fast alle privaten Bootsstege sind gegenwärtig überflutet. Die Kommune will ihren Wiederaufbau untersagen.

Meitzendorf. Für den Jersleber See wurde ein Masterplan erstellt, der die wichtigsten Arbeits- und Entwicklungsschritte für die nächsten Jahre fixiert. Auf Grundlage dieser Konzeption wurde zunächst die Attraktivität der Kurzzeiterholung im Strandbad verbessert. Für die Erweiterung des Campingplatzes ist kein Bedarf auszumachen. Die tatsächliche Entwicklung lässt eine Nachfrage nach zusätzlichem Bauland für Wochenendhäuser erkennen. Die Entwicklung eines solchen Angebotes findet in der Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes seinen Niederschlag. So soll der ehemalige Parkplatz Ost für die Ausweisung von zirka 20 Bungalow-Parzellen genutzt werden. Parallel dazu wird eine neue Zufahrtsstraße vom Elbeuer Weg zur Kanalstraße erschlossen. Der Parkplatz auf der Ostseite ist seit 2006 nicht mehr zugänglich. Alles konzentriert sich seitdem auf den Haupteingang. Dort soll in absehbarer Zeit ein Info-Zentrum errichtet werden, verkündete Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff am Montag bei der Erörterung gemeindlicher Angelegenheiten in Meitzendorf. Für das neue Gebäude sind 406 000 Euro in den Haushaltsplan eingestellt.

Angesprochen in Meitzendorf wurde die Situation bei den Bootsstegen. Rund 30 Bungalowfreunde und Sportangler legen auf den Jersleber See Boote auf. Der gestiegene Wasserstand und die Ausuferung des Gewässers haben dazu geführt, dass die privaten Bootsstege fast alle überflutet sind. Die Gemeinde trägt sich mit der Absicht, ihren Wiederaufbau zu untersagen. "Gerade am Westufer ist das Anheben der Stege mit erheblichem Aufwand verbunden", unterstrich Vize-Bürgermeister Jörg Meseberg während der Versammlung. Stattdessen will die Kommune als Ersatzungslösung ein fertiges Stegsystem auf Pontons anbieten.

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