Farsleben (gbi). Reichen Geldsegen brachte am Sonnabend der Kreisverband der Grünen. Spitzenkandidat Thomas Schlenker überreichte der Bürgerinitiative "Contra Deponie" einen Scheck über 500 Euro. Mit diesem Geld soll deren Rechtsstreit mit Firma Papenburg unterstützt werden. Die Firma beabsichtigt im Farsleber Wald die Errichtung einer Deponie. Dagegen sprechen sich inzwischen 600 Mitglieder der Bürgerinitiative "Contra Deponie" aus.

"Dazu gehören nicht nur Farsleber", sagt Heinz Jasniak, Sprecher der Bürgerinitiative, "bei uns sind mittlerweile Bürger aller umliegenden Orte organisiert, sogar Magdeburger". Mit von der Partie war am Sonnabend außerdem Claudia Dalbert, Spitzenkandidatin und Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. "Wir wollen nicht die Mülldeponie der Welt sein", unterstützte sie die Bürgerinitiative und machte deutlich: "Wir müssen davon wegkommen, dass Deponien die einzige Möglichkeit sind. Wir brauchen eine stärkere Recyclingindustrie. Derzeit werden 70 bis 80 Prozent der Abfälle recycelt, wir könnten die Quote auf 90 Prozent erhöhen." Die Mitglieder der Bürgerinitiative stört indes nicht die Deponie allein, sondern auch, dass dafür 70 000 Quadratmeter Wald fallen mussten und bei Inbetriebnahme der Deponie täglich bis zu 96 Lkw mehr durch Farsleben fahren.