Barleben. Das Internationale Gymnasium "Pierre Trudeau" startete am Montag mit einer Auftaktveranstaltung zum neuen Sportkurs im Wahlpflichtfach Rudern. Anwesend waren neben Kommunalpolitikern auch der Leiter des Hochschulsportzentrums, Dr. Mario Damerow, sowie Rosemarie Behnert vom Rektorat der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Die gesamte Klassenstufe 11, 21 Jungen und Mädchen, hatten sich zu dem neuen Kursangebot angemeldet. Ein Angebot, das es so an keiner weiteren Schule in Sachsen-Anhalt gibt, betonte Trainer Bodo Weichert, der seit 1976 erfolgreicher Ruderer ist und mehrfacher Medaillengewinner von DDR-Meisterschaften war. Besonders überrascht, dass sein Kurs hundertprozentigen Anklang bei den Schülern gefunden hat, ist er nicht: "Rudern ist ein vielseitiger Sport, bei dem mehr Muskelgruppen als bei vielen anderen Sportarten beansprucht werden. Außerdem können Balance und Rhythmusgefühl gleich mittrainiert werden."

Auch für die Schüler ist das neue Kursangebot eine willkommene Abwechslung. "Es ist etwas anderes als der herkömmliche Ballsport. Und Rudern macht zudem den Kopf frei", erklärten Michelle Ewald und Robert Lange ihre Motivation.

Die ersten Trainingseinheiten werden noch auf dem Trockenen in der Halle geübt. Die Ruderjugend Sachsen-Anhalt stellt dafür die nötigen Geräte zur Verfügung. Über einen Beamer, der an die Rudergeräte angeschlossen ist, werden Zeit und Position des Ruderbootes gemessen. "Im Mai werden wir dann natürlich auch auf der Elbe rudern", verkündet Weichert.

Darüber hinaus soll es auch in Zukunft die Möglichkeit geben, das Bootshaus der Universität mit zu nutzen. So sollen die Schülerinnen und Schüler auf sportliche Weise frühzeitig mit der Universität in Berührung kommen.

"Wir wollen die Verbindungen im Bereich Sport und Wissenschaft herstellen und bewusst Schule und Universität vernetzen", betonte Dr. Damerow, der unter den Kursteilnehmern auf viele zukünftige Studenten der Universität Magdeburg hofft. "Es geht auch darum, den Übergang von der Schule zur Universität zu erleichtern, denn gerade über den Sport werden am schnellsten Berührungsängste abgebaut." Ebenfalls kaum Berührungsängste zeigten Dezernent Joachim Höft und der CDU-Landtagsabgeordnete Holger Stahlknecht, die sich von Bodo Weichert zu einem Wettkampf auffordern ließen. Die "knappe" Niederlage nahmen die beiden Politiker dann sehr sportlich.