Langfristig werden sechs Informationstafeln, initiiert durch die Lokale Arbeitsgruppe "Colbitz-Letzlinger Heide", von den Sehenswürdigkeiten im Altkreis Wolmirstedt künden. Eine dieser Tafeln wird am Breiteweg in Barleben, unmittelbar neben dem Rathaus aufgestellt.

Barleben. "Warum denn in die Ferne schweifen, sieh, das Schöne liegt so nah ..." Frei nach Goethe wurden im vergangenen Jahr durch die Lokale Aktionsgruppe Colbitz-Letzlinger Heide (LAG) zahlreiche Ideen eingebracht und nach und nach umgesetzt.

Eine dieser Informationstafeln, denn darum dreht es sich, über die Colbitz-Letzlinger Heide wurde so zum Beispiel in Wolmirstedt aufgestellt. Mit dem Ergebnis, dass diese Tafel auf der Schlossdomäne immer wieder aufgesucht wird, denn sie wirbt für die Region und hat sich augenscheinlich zu einem beliebten Anlaufpunkt für Touristen entwickelt.

Nachdem der Kreisausschuss im Februar dieses Jahres seine Zustimmung zu den Zuwendungen in Höhe von 11 209,80 Euro für sechs weitere Infotafeln in Groß Ammensleben, Barleben, Colbitz, Rogätz, Zielitz und Glindenberg gegeben hat, ist aus der Idee, interessierte Touristen auf sehenswerte Orte in der Region hinzuweisen, ein konkretes Projekt geworden.

Sechs Objekte

Die Gemeinde Barleben bringt sich gern ein, wird in naher Zukunft auf dem Breiteweg, in Höhe des Rathauses eine der sechs regionalen Informationstafeln aufstellen. Dabei orientiert sich die Gemeinde an der bereits stehenden Tafel in Wolmirstedt. Das heißt, neben der Colbitz-Letzlinger Heide werden auf dieser dekorativen Tafel sechs verschiedene Objekte aus der näheren Umgebung ausführlich mit Bildern und Texten beschrieben.

Wie noch gestern aus Barleben zu erfahren war, handelt es sich bei den touristischen Anlaufpunkten um das Wasserstraßenkreuz Magdeburg, den Jersleber See, die Bildungsscheune Barleben, den Park Friedrichsruh in Ebendorf, die Schlossdomäne Wolmirstedt und die Domäne in Groß Ammensleben. Die einzelnen Informationstexte für die Tafeln wurden mit den zuständigen Bürgermeistern abgestimmt und sind bereits freigegeben. Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff war es besonders wichtig, die geplante "Bildungsscheune Barleben" als touristisches Highlight verstärkt in den Fokus zu schieben.

Mit dem Bildungs- und Informationszentrum wird nämlich langfristig ein Areal geschaffen, das die überlieferten bäuerlichen und handwerklichen Traditionen des Ortes und seinem Umland dem Besucher erleb- und begreifbar machen soll. In der parkähnlichen Anlage hinter der Dorfkirche werden alte Haustierrassen gehalten und historische Handwerks techniken gepflegt. Das Backen von altdeutschen Obstkuchen soll zum Beispiel in anschaulicher Form Besuchern, aber vor allem Kindern und Jugendlichen, gezeigt werden.

Lokale Netze

Wichtig bei dem Gesamtprojekt "Leader-Infotafeln" ist, dass die touristischen Informationsstellen auf das lokale Wegenetz und auf die Tafeln in den benachbarten Orten verweisen, um so die Natur- und Erlebnistouristen von Ort zu Ort weiterzuführen.