Barleben. Abhängig von der Witterung wird in den nächsten Tagen ein leuchtend silber-oranges Messfahrzeug mit Kameras auf dem Dach durch die drei Ortschaften Barleben, Ebendorf und Meitzendorf unterwegs sein und die Straßen neu vermessen. Das Fahrzeug der Firma eagle eye technologies GmbH, das gestern zur Probefahrt die Gemeinde Barleben anfuhr, wird demnächst im Auftrag der Gemeindeverwaltung auf Tour gehen. Es richtet den scharfen Blick seiner Kameras allein auf die Straßen und das Straßeninventar. Der Technologieanbieter aus Berlin wurde nämlich beauftragt, die Verkehrsinfrastruktur der Einheitsgemeinde zu vermessen und optisch zu erfassen. Diese Daten dienen der Kommune ausschließlich zu internen Zwecken. "Sie werden zur Dokumentation der Verkehrsflächen und der Straßenschäden genutzt", so Bauamtsleiter Jens Sonnabend. Die erfassten Daten dienen künftig unter anderem als Grundlage für ein modernes Erhaltungsmanagement-System, mit dessen Hilfe der Unterhalt der Straßen künftig exakt planbar wird.

"Die Straßen und das Straßeninventar sind ein wichtiger Vermögenswert unserer Gemeinde, den wir in diesem Zusammenhang möglichst genau erfassen und bewerten müssen", betonte der stellvertretende Bürgermeister Jürgen Meseberg. Daher wird das eagle eye-Fahrzeug nicht nur die Daten der rund 65 Kilometer kommunaler Straßen im gesamten Gemeindegebiet auf, sondern erfasst auch die Straßenbeleuchtung, Verkehrszeichen, Baumstandorte, Kanaldeckel und Abläufe.

Das geschieht, wie der Firmenname signalisiert, buchstäblich mit Adleraugen: Denn das Fahrzeug ist mit speziellen Sensoren ausgestattet, mit deren Hilfe die Straßenflächen während der Befahrung vermessen werden. Insgesamt zwölf Kameras erfassen gleichzeitig den Straßenzustand und nehmen die Verkehrsanlagen auf. Der Straßenverkehr wird dabei kaum belastet.

Die Datenaufnahme geht besonders schnell vonstatten und liefert sehr genaue Daten. Nur so können die Mitarbeiter des Bau- und Serviceamtes der Gemeinde die Ergebnisse später wirklich vielseitig nutzbringend verwenden. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Erfassung nicht mit dem Kartendienst von Google Street View zu verwechseln ist.

Nach der "Lehrvorführung" gestern in Barleben startete Fahrzeug und Besatzung in die Niedere Börde durch, wo gestern die Messarbeiten begannen.