Wolmirstedt. Noch einmal schneidet der Fachmann mit der Motorsäge ganz gezielt in die Pappel. Dann fährt er seine Hebebühne etwas in die Höhe, gibt dem Baumende einen leichten Schubs und ein drei Meter langes Pappelstück kracht aus großer Höhe auf den Schulhof. Das Prozedere wiederholt sich mehrfach mit großer Umsicht. Insgesamt vier Pappeln müssen beschnitten und gefällt werden. "Denn sie sind zum Teil innen hohl", sagt der Mitarbeiter einer Magdeburger Spezialfirma, die mit dieser Aufgabe beauftragt wurde, und klopft zum Beweis mit einem Ast gegen den Stamm eines Baumes. Seit Montag (bis heute) wird gesägt, gefällt und abgetragen. Während der Holzfällarbeiten ist nicht nur der hintere Eingangsbereich der Leibniz-Sekundarschule gesperrt. Wie Gerhard Thiede, Geschäftsführer der WWG, auf Nachfrage der Volksstimme erklärt, sind diese Arbeiten zwingend notwendig: "In dem Bereich zwischen dem Wohnblock Geschwister-Scholl-Straße und der Leibnizschule befinden sich die Pappeln, die inzwischen in die Jahre gekommen und krank sowie morsch sind. Die Bäume stellen damit eine echte Unfallquelle dar, müssen zur Gefahrenabwehr gefällt werden."

EinVor-Ort-Termin macht die Situation deutlich. Die Pappeln haben, da sie auf einer Böschung angepflanzt wurden, nicht mehr die nötige Standsicherheit. Zudem sind bereits zahlreiche Äste nicht nur in der Krone vertrocknet. Die Gefahr, dass Schüler, aber auch Anwohner, verletzt werden können, ist groß. Wie Gerhard Thiede betont, können aber letztlich allein der Landkreis und das Ordnungsamt der Stadt Wolmirstedt entscheiden, ob die Bäume gefällt werden können. Und beide haben grünes Licht gegeben.