Mit einem Volumen von 4,5 Millionen Euro bleibt der Neubau der zweiten Dreifeld-Sporthalle die teuerste Investition in diesem Jahr. Barlebens Gemeinderäte hatten gestern die Entwurfsplanung für das Vorhaben auf dem Tisch. Zu weiteren Investitionen in diesem Jahr äußerte sich jüngst in Meitzendorf der Bürgermeister.

Barleben. Die neue Sporthalle soll im Nordwesten unmittelbar an die bestehende Mittellandhalle anschließen. Das sichert einen gemeinsamen Betrieb und die funktionale Verbindung der Hallen. Die neue Dreifachhalle soll vor allem Schul- und Freizeitsport entflechten. Letzterer hat seit der Errichtung der Mittellandhalle einen erheblichen Aufschwung genommen. Der Neubau trägt dem zu erwartenden Potenzial der vier Schulen Rechnung und ermöglicht weiterhin die funktionierende Koexistenz zwischen Schul-, Freizeitsport- und Eventnutzung. Ganz am Rande findet auch die alte Apotheke im Komplex der Mittellandhalle eine neue Gestaltung. 197 000 Euro stehen dafür im Plan. Rund die Hälfte dieser Summe soll die Überdachung des Hofes der Mittellandhalle kosten. Markt- und Volksfesttreiben in diesem Geviert kann damit fortan ohne störenden Witterungseinfluss stattfinden. Die Gemeinde stellt Geld für weitere Quartierentwicklungen im alten Barleber Ortskern bereit. Für 80 000 Euro soll das Leitsystem vervollkommnet und für 30 000 Euro die Straßenbeleuchtung auf energiesparende LEC-Geräte umgerüstet werden. Den gemeindlichen Fahrzeugpark vervollständigen ein Wegehobel und ein neues Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 20/30 mit Normaldruck-Kreiselpumpe. Die Gemeinde bezuschusst die Schaffung eines Kreisverkehrs am Knoten Ebendorfer Straße/B 189 (Gemeinschaftsmaßnahme im ersten Halbjahr mit Landesbetrieb Bau) mit 180 000 Euro. Für reichlich 400 000 Euro wird am Jersleber See ein neues Informationszentrum geschaffen.

Zu dem im Dezember verabschiedeten Haushaltsplan wurden zwei flankierende Beschlüsse getroffen: Erstens die Neufestsetzung des Hebesatzes für die Grundsteuer B auf 250 von Hundert. Andererseits stellt die Gemeinde jährlich auf freiwilliger Basis 100 000 Euro für den Erhalt der Kirchengebäude im Gemeindegebiet in ihren Haushalt ein.

Vor Jahresfrist war der Gemeinderat dem Vorschlag gefolgt, die Grundsteuer B (wird für bebaute oder bebaubare Grundstücke erhoben) auf 350 von Hundert anzuheben. Dieser Einschnitt verlief nicht ohne Diskussion, kam aber dennoch zustande, mit der Option, im Falle der Verbesserung der finanziellen Situation der Gemeinde die Anhebung wieder rückgängig zu machen. Ramona Müller (Freie Wähler) meinte im Dezember ketzerisch, dass der Bürgermeister sich mit der Neufestsetzung der Hebesatzes auf den Grundbesitz ein vorfristiges Wahlgeschenk verschaffe. Für Ratsherr Wilfried Büchner (FDP-Fraktion) stellte die Absenkung ein Zeichen für die Wirtschaftskraft der Gemeinde dar.