Die Schüler der Klasse 5e und 5f des Kurfürst-Gymnasiums gingen in dieser Woche im Museum auf "Entdeckungsreise". Mt Hilfe der Archäologie wollten sie mehr über die Stadt Wolmirstedt erfahren.

Wolmirstedt. Es sind die grundlegenden Fragen der Menschheitsgeschichte, die auch die Mädchen und Jungen der Klasse 5e und 5f des Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasiums brennend interessieren. "Nun soll das keiner der Schüler streng philosophisch sehen", betont Jeanet Kugler, Lehrerin für Kunsterziehung. "Doch solche Fragen wie, wer sind wir?, woher kommen wir?, wohin gehen wir? hat sich jeder schon einmal gestellt. Na, und die Archäologie, denn darauf zielen die Fragen ab, als Wissenschaft der kulturellen Entwicklung des Menschen hilft uns ein gutes Stück weiter." Was sich so streng wissenschaftlich anhört, haben die Lehrer des Gymnasiums als Projekt in den Geschichts-, Deutsch- und Kunstunterricht integriert. Auch stets unter dem Aspekt, den abstrakten Begriff Archäologie für die Schüler begreifbar machen. Genau das geschieht seit einigen Wochen in den fünften Klassen am Gymnasium. Dafür nutzten die Schüler in dieser Woche sogar einen ganzen Tag, um im Museum tiefer in die Materie Archäologie einzutauchen.

Die Zielstellung hat Jeanet Kugler den Schülern gleich mit auf den Weg gegeben: "Es geht um das wortwörtliche ,Begreifen‘. Wie können die Informationen eines archäologischen Fundes durch Beobachten, Beschreiben und Erklären bildlich gemacht werden? Und wie kann man diese ,Bilder‘ in einen Bezug zu damaligen und heutigen Menschen setzen?"

Museumsleiterin Anette Pilz zeigt sich angetan vom Engagement des Kollegiums und der Schüler, "diese enge Zusammenarbeit besteht nicht nur mit dem Gymnasium, sondern wir halten Kontakt zu den anderen Schulen in Wolmirstedt und beziehen das BFZ in der Ohrestadt in unsere Arbeit ein".

Aber so einen Projekttag, das bestätigt Anette Pilz, gab es im Museum noch nicht, soll aber keine Ausnahme bleiben.

Fragt man die Schüler, so war dieser Tag für jeden einzelnen wie eine "Entdeckungsreise" in die Vorgeschichte. Timon Herbst, einer der Fünftklässler, fühlt sich nach dem Tag auf der Schlossdomäne sogar in seinem Berufswunsch bestärkt: "Die Archäologie hat mich schon immer interessiert, und ich lasse mir im Fernsehen keine Sendung entgehen, die im weitestens Sinne etwas mit Altertumsforschung zu tun hat. Der Arbeitstag hier im Museum jedoch war dann doch was ganz anderes. Geschichte wurde auf einmal greifbar".

Nicht zuletzt, weil die Schüler keine passiven Betrachter im Museum waren, sondern "Mitarbeiter auf Zeit". Die Gymnasiasten lernten unter anderem die verschiedenen Arbeitsmethoden der Archäologen kennen, wurden unter anderem auch steinzeitliche Gefäße nachgebaut und in praktischer Anwendung auf ihre Funktionalität getestet. Das Fazit: Auch wenn die Mädchen und Jungen in die Vergangenheit abtauchten, erfuhren sie viel Neues und Wissenswertes für ihre Zukunft.

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