Der Gemeinderat hat durch Neuaufstellung eines Bebauungsplanes für eine Fläche im Südosten von Groß Ammensleben (Bundesstraße 71/Ecke Langer Schlag) den Weg für die Errichtung von Lagergebäuden und Photovoltaikanlagen geebnet. Erschließungsträger ist Ottomar Sauerbier aus Groß Ammensleben.

Groß Ammensleben. Bereits vor sechs Jahren beschäftigte sich der Gemeinderat Niedere Börde mit der Überplanung des Grundstückes an der Bundesstraße 71/Ecke Langer Schlag im südöstlichen Teil der Ortslage Groß Ammensleben. Der Eigentümer der Fläche, Ottomar Sauerbier aus Groß Ammensleben, will an dieser Stelle für seine Firma (osa.GA Handel und Dienstleistungen) Lagerhallen errichten. Mit der Bebauung der bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche wird eine Lücke zwischen zwei bereits bestehenden Gewerbeansiedlungen geschlossen.

Der Gemeinderat entsprach damals Sauerbiers Ansinnen und fasste den Aufstellungsbeschluss für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Das vorgeschriebene Beteiligungsverfahren der Träger öffentlicher Belange wurde durchgeführt. In dessen Auswertung gab es Hinweise zur Nachbesserung von Planungsinhalten (zum Beispiel die Forderung nach Erstellung einer Umweltverträglichkeitsstudie). Die Hinweise wurden Sauerbier bekannt gegeben. Es verging viel Zeit, bis sie Berücksichtigung fanden. Mittlerweile hat der Investor der Gemeinde eine ergänzte und überarbeitete Planung vorgelegt.

Bei ihrer inhaltlichen Prüfung wurde festgestellt, dass sie in vielerlei Hinsicht nichts mehr mir ihrem Ursprung zu tun hat. Sauerbier will jetzt einen Beitrag zur Verringerung des klimaschädlichen Kohlendioxid-Ausstoßes leisten. Er plant die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf seinem Grundstück. Die Planung wurde aus diesem Grunde vor ihrer Weiterleitung an den Gemeinderat in den Bauausschuss verwiesen. Das beschriebene Grundstück im Südosten Groß Ammensleben hat eine Größe von etwa 1,5 Hektar. Knapp zwei Drittel der Fläche sollen mit Gebäuden oder Gebäudeteilen bebaut werden. Nördlich der Fläche befindet sich die Gemeindestraße "Langer Schlag". Nach Osten hin verläuft die Bahnstrecke Magdeburg-Haldensleben.

Traufhöhe: 10 Meter über dem Gelände

In südlicher Richtung grenzt eine landwirtschaftlich genutzte Fläche an. Im neuen Entwurf des Bebauungsplanes wird eine ein- bis dreigeschossige Bebauung beantragt. Im alten Antrag wurde von einer maximal zweigeschossigen Bebauung ausgegangen. Der neuen Variante folgte der Bauausschuss insoweit, da mit der festgelegten Traufhöhe (10 Meter über dem Erdboden) die Möglichkeit der Bauhöhe eingeschränkt wird. "Im Übrigen entspricht diese Festsetzung auch jener, die der Gemeinderat für die Gewerbe- und Industrieflächen jenseits der Bundesstraße 71 (Dachziegelwerke Nelskamp – d. Red.) getroffen hat", so Bauamtsleiter Reinhard Schimka.

Als zwingend notwendig empfand der beratende Ausschuss die Darstellung, wie zukünftig die Zufahrt zu den dahinter liegenden Grundstücken gewährleistet werden kann. Er forderte die Festschreibung eines uneingeschränkten Wegerechtes.

Die zu bebauende Fläche selbst wird über die nördlich der Grundstücksgrenze verlaufende Gemeindestraße "Langer Schlag" sowie eine dort vorhandene Zufahrt erschlossen. Die bestehende Zufahrt wird momentan noch landwirtschaftlich genutzt und soll unter Beibehaltung der landwirtschaftlichen Nutzung ausgebaut werden. Den landwirtschaftlichen Fahrzeugen steht dann ein nicht befestigter, 6,50 Meter breiter Weg neben dem Baugebiet zu Verfügung.