Hinter den 25 aktiven Kameraden der Ebendorfer Ortsfeuerwehr liegt ein ereignisreiches Jahr 2010. Darauf verwies am vergangenen Sonnabend auf der Jahreshauptversammlung Ortswehrleiter Lutz Pechbrett im Bericht der Wehrleitung.

Ebendorf. Dabei dachte der Chef der Ebendorfer Feuerwehr vor allem an den tragischen Unfall vom 14. Juli 2010, als das Tanklöschfahrzeug der Ortswehr während einer Einsatzfahrt umstürzte. Wie Lutz Pechbrett aber versichern konnte, sind glücklicherweise inzwischen die Wunden der beiden Kameraden verheilt, ist die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs geplant.

Im zurückliegenden Jahr rückten die Kameraden der FFw Ebendorf zu 27 Einsätzen aus. 2009 dagegen waren die Zahlen rückläufig, wurden die Kameraden nur zwölfmal alarmiert. "Sechsmal wurden wir 2010 zu Bränden gerufen, wobei unsere Kameraden beim Großbrand des Darrkrugs lediglich die Rolle der Feuerwache blieb." Gut erinnert sich Lutz Pechbrett an einen sehr kuriosen "Zwischenfall", zu dem die FFw Ebendorf gerufen wurde. "Es war am 6. Januar, als unsere Wehr alarmiert wurde", erzählt Lutz Pechbrett, "doch uns erwartete vor Ort weder ein Brand, noch war Öl ausgelaufen. Der Tank eines mit Erbsenpüree beladenen Fahrzeuges war aufgrund der Kälte aufgerissen. Der Brei ergoss sich quer über die gesamte Fahrbahn und gefror. Die Folge, nicht die Feuerwehr wurde benötigt, sondern eine Kehrmaschine musste anrücken."

Den Ebendorfer Kameraden wird ein hoher Ausbildungsstand nachgesagt, "den wir uns hart erarbeitet haben", betont der Ortswehrleiter. Und so wurde auch im vergangenen Jahr besonderes Augenmerk auf eine umfassende Qualifizierung und gezielte Weiterbildung gelegt. Von den 1969 geleisteten Einsatzstunden entfielen im Vorjahr 433 allein auf Lehrgänge. 15 Kameraden signalisierten ihre Bereitschaft.

Für das erfolgreiche Wirken der Wehr in Ebendorf spricht auch eine sehr gute Nachwuchsarbeit. Während die Mitgliederzahl in den zurückliegenden zwölf Monaten mit 25 konstant und stabil blieb, legte die Jugendfeuerwehr gewaltig zu. Die Mitgliederzahl konnte von sieben auf 14 verdoppelt werden. Sieben der Jugendlichen erfüllten dann auch gleich die Bedingungen für die Jugendflamme Stufe 1, vier die der Stufe 2. Diesen Leistungen steht der Förderverein, der gegenwärtig 76 Mitglieder zählt, in nichts nach. Mit den Jahren hat er sich immer stärker zu einem kulturellen Faktor in der Ortschaft gemausert.

Traditionell werden während der Jahreshauptversammlung Kameraden befördert: Felix Pechbrett zum Oberfeuerwehrmann, Steffen Wagner und Christian Strauer zum Hauptfeuerwehrmann, Jens Lehfeld zum Löschmeister und Andreas Bathe zum Oberlöschmeister.

Bei der anschließenden Wahl stimmten die Kameraden dafür, dass auch in Zukunft Lutz Pechbrett die Ortswehr leiten soll. Das Amt des Stellvertreters wird der 38-jährige Thomas Rollbusch übernehmen.

In seinem Grußwort dankte Barlebens stellvertretender Bürgermeister Jörg Meseberg den Kameraden für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz. Ebendorfs Ortsbürgermeister Manfred Behrens bekräftigte seine Auffassung, dass für ihn auch künftig die Feuerwehr die Nummer 1 ist. Andy Opitz, Ortswehrleiter aus Glindenberg, lobte vor allem die Jugendpower in der Feuerwehr: "So wie hier mit dem Nachwuchs gearbeitet wird, muss der Wehr auf lange Zeit nicht bange sein. Diesen Enthusiasmus, gerade bei den Jugendlichen, den wünschte ich mir auch für unsere Wehr."