Auf Eis gelegt war bis gestern Nachmittag die für drei Jahre geplante Beschäftigungsmaßnahme "Aktiv in der Rente" zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur in der Hohen Börde. Gestern Nachmittag kam dann die gute Nachricht: Am Montag kann es endlich losgehen.

Hohe Börde. Für die Aufwertung der touristischen Infrastruktur im Gemeindegebiet der Hohen Börde soll mit Hilfe der Beschäftigungsmaßnahme "Aktive in die Rente" für 19 ältere Arbeitslose das 100 Kilometer lange Netz der Holunder- und Hopfenradwege in der Hohen Börde auf unterschiedlichen Ebenen weiterentwickelt werden.

Am Montag soll losgelegt werden

Ursprünglicher Beginn des Beschäftigungsprojektes war der 1. April gewesen. Einen Tag vor dem geplanten Beginn der Maßnahme rief die Investitionsbank Sachsen-Anhalt die Gemeindeverwaltung an und teilte mit, dass der Beginn am 1. April verschoben ist und ein neuer Termin weiteren Prüfungen unterliegt. Diese Prüfungen scheinen nun abgeschlossen zu sein. Denn gestern Nachmittag erreichte das Rathaus der Hohen Börde die gute Nachricht: Am Montag kann es losgehen. Nun ist Improvisationstalent des designierten Projektleiters Bernd Viezens gefragt. Die Beschäftigten, denen zwischenzeitlich das Aussetzen der Maßnahme mitgeteilt worden war, müssen so schnell wie möglich erreicht werden.

Voraussetzung für die Realisierung des Projektes war eine Zusage des Landes Sachsen-Anhalt gewesen. Das Land hatte in einem wettbewerbsorientierten Auswahlverfahren über den Zuschlag von Geld aus dem Europäischen Sozialfond (ESF) befunden und die Gemeinde Hohe Börde hatte den Zuschlag für eine Summe von 110000 Euro bekommen Das für Ein-Euro-Jobber zuständige Jobcenter Arge soll die Mehraufwendungen der 19 Arbeitskräfte für drei Jahre in Höhe von insgesamt 96268 Euro bezahlen. Die Gemeinde hatte Eigenmittel in Höhe von 13172 Euro in den Haushalt eingestellt.

Die Investitionsbank Sachsen-Anhalt – sie ist die für die Verteilung besagter ESF-Gelder zuständige Landesbehörde - hatte am 18. März auch die ESF-Zuwendung schriftlich bestätigt, am 25. März hatte das Job-Center der Arge grünes Licht für die Mehraufwendungen gegeben. Nun scheinen alle Signale endgültig und abschließend auf Grün zu stehen.

Laut Angaben von Projektleiter Viezens sollen vor allem die Radwegtrassen der Hohen Börde gepflegt und aufgewertet werden. Die Anbindung an weitere regionale und überregionale Radwege wie den Aller-Elbe-Radweg, den Börderadweg oder den Aller-Radweg sollen sichtbar markiert und ausgewiesen werden.

Hinweisschilder und Trassenverschönerung

Die Beschilderung des Holunder-Radweges selbst und die Anbringung von Orientierungshinweisen zu den weiterführenden Radwegen sind ein wesentlicher Bestandteil der geplanten Beschäftigung. Die Mitarbeiter sollen Sitzbänke herstellen und an ausgewählten Ruhezonen des Radwegenetzes aufstellen. Auch Bepflanzungen sind vorgesehen. Außerdem sollen Hinweisschilder und Informationstafeln über die Sehenswürdigkeiten in den Ortschaften der Hohen Börde selbst hergestellt und an den Holunder-Radwegen aufgestellt werden. Auch die Erstellung von Informationsmaterial gehört zum Arbeitsfeld des Beschäftigungsprojektes. Und: In der Gemeindeverwaltung soll einer der 19 Beschäftigten als Anlaufstelle und Ansprechpartner für Radtouristen bereitstehen.