Groß Ammensleben. Zwischen 2. März und 1. April lagen die Planungsunterlagen für einen weiteren Streckenabschnitt der Verlängerung der Autobahn 14 (Dresden-Magdeburg) nach Norden zur Einsichtnahme aus. Sie konnten in der Verwaltung der Gemeinde Niedere Börde zu den üblichen Sprechzeiten dienstags, donnerstags und freitags eingesehen werden. Zusätzlich bot das Landesverwaltungsamt die Möglichkeit, die Planungsunterlagen auf der Internetseite des Amtes online einzusehen. Bis Freitag dieser Woche können Bedenken und Anregungen zum Vorhaben vorgebracht werden.

Auch die Gemeinde Niedere Börde fasste eine Stellungnahme ab. Der Gemeinderat wird am heutigen Dienstag im Bürgerhaus "Flocke" am Bleicher Weg im OT Jersleben zusammentreten, um die Stellungnahme der Kommune zum Autobahnbau zu beraten und zu verabschieden. Sitzungsbeginn ist 19 Uhr. Es ist eine Einwohnerfragestunde eingeplant (allerdings nicht zu den Themen auf der Tagesordnung). Die Ratsmitglieder können Anliegen, Anfragen und Hinweise loswerden.

Der Autobahnabschnitt, um den es geht, schließt bei Dahlenwarsleben an die seit 2003 unter Verkehr stehende Trasse an. Er endet südlich der vorgesehenen Anschlussstelle Wolmirstedt. Die Länge der Baustrecke beträgt rund elf Kilometer. Wie aus den Unterlagen hervorgeht, sind mehrere Brückenbauwerke zu errichten, darunter Überführungen über den Mittellandkanal, den Mönchsgraben und die Ohre. Auf Höhe der Gemarkung Jersleben ist die Anschlussstelle Haldensleben vorgesehen. Eine weitere Besonderheit des Abschnittes ist die beidseitige Raststätte mit Toilettenanlage im Bereich Hamberg (sie soll den Namen "Wolmirstedt" tragen). Nördlich der Ohre wird die Trassenführung der neuen Autobahn von zahlreichen Zwangspunkten bestimmt. Dazu gehören die Ortschaft Samswegen, Hochspannungsfreileitungen, das Stillgewässer Daukuhle und die Windkraftanlagen nördlich der Landesstraße 44. Unter Berücksichtigung dieser Zwangspunkte nähert sich die Autobahntrasse der Ortslage Samswegen bis auf eine Entfernung von etwa 200 Metern. Um die gesetzlich festgelegten schalltechnischen Immissionsgrenzwerte in der Ortschaft Samswegen einzuhalten, wird zwischen der Ohre und der Landesstraße 44 ein Lärmschutzwall mit einer Höhe von vier Metern angeordnet.

Für das Bauvorhaben und landschaftspflegerische Begleitmaßnahmen sollen im Gebiet Niedere Börde Grundstücke in den Gemarkungen Dahlenwarsleben, Klein und Groß Ammensleben, Jersleben, Samswegen und Meseberg in Anspruch genommen werden.