Enormen Sanierungsbedarf an vielen Ortsstraßen hat der Niederndodeleber Ortschaftsrat in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstag konstatiert. Der Rat folgte einem Antrag der BGN-Ratsfraktion und ergänzte eine Investitionsliste für Straßenbau in den kommenden Jahren mit eigenen Vorschlägen.

Niederndodeleben. Bis auf den gemeinsam mit dem WWAZ geplanten Ausbau der Schillerstraße in diesem Jahr sah das Investitionsprogramm der Gemeinde Hohe Börde für Niederndodeleber Straßen in diesem Haushaltsjahr bisher mau aus.

Deshalb forderte Rolf Zimmermann im Namen seiner Fraktion "Bürgergruppe Gemeinwohl Niederndodeleben" (BGN), die in den letzten Jahren bereits mehrmals im Haushaltsplan vorgesehenen Ausbauvorhaben Karl-Lieb- knecht-Straße und Friedrich- Ebert-Straße wieder in die Haushaltsplanung 2011 aufzunehmen.

Wie die Schillerstraße auch, sollen diese beiden Straßen aber nur dann saniert werden, wenn beantragte Fördermittel fließen. Deshalb sollen alle drei genannten Straßenausbauprojekte im Haushalt 2011 einen so genannten Sperrvermerk erhalten, der deren Realisierung unter den Vorbehalt der Fördergeldgenehmigung stellt. Als Eigenanteil sollen die Rücklagen der Ortschaft Niederndodeleben eingesetzt werden.

Gehwege sind zum Teil gar nicht passierbar

Darüber hinaus machte sich der Ortschaftsrat dafür stark, weitere Straßenbauvorhaben in eine Prioritätenliste der Gemeinde Hohe Börde für ein Straßenbauprogramm der kommenden fünf Jahre aufzunehmen.

Als Begründung führte Rolf Zimmermann an: "Der Zustand vieler Straßen ist erschreckend schlecht und wird von Jahr zu Jahr unerträglicher. Die Gehwege sind zum Teil nicht mehr begehbar und deshalb auch nicht mehr in annehmbarer Weise zu reinigen. Die Fahrbahnen zeichnen sich durch Flickwerk und durch eine Ansammlung von ausgedehnten Schlaglöchern aus und sind eine Gefahr für alle Fahrzeuge." Das betreffe nach Einschätzung der BGN neben der Schiller-, Ebert- und Liebknechtstraße auch die Schul-straße, die "Grube", die Walter-Rathenau-Straße, die Straße Berendseen und nach Hinweis von Ortsbürgermeister Wolfgang Schmid auch den Gehweg an der Bahnhofstraße in Richtung des Bannhofes und des Sportplatzgeländes.

Ratsmitglied Radegunde Bartels ergänzte die Straßenliste um den Aufgang an der so genannten Bäckergasse, dem fußläufigen Verbindungsweg zwischen dem früheren Rathaus (Walter-Rathenau-Straße 1) und der Lindenstraße.

Ortsbürgermeister Schmid unterstrich die Notwendigkeit einer mittelfristigen Sanierung der Rathenaustraße und erinnerte daran, dass der Friedhof und die Kirche am Ende der Rathenaustraße gerade für ältere Bürger so gut wie nicht passierbar seien.

Der Niederndodeleber Ortschaftsrat unterstützte am Donnerstag den um die Vorschläge der anderen Ratsmitglieder ergänzten Antrag der BGN-Fraktion einmütig.