Wolmirstedt. "Pojechali – los geht‘s", hätte Christian Hering von der Allgemeinen Wohnungsgenossenschaft (AWG) wie der russische Kosmonaut Juri Gagarin vor 50 Jahren im April ausrufen können, als er am Sonnabend am Mietertreff in der Schwimmbadstraße die Arbeitsgeräte austeilte. Denn der freiwillige, unbezahlte Arbeitseinsatz der AWG-Mitglieder und AWG-Mitarbeiter steht in der Traditionslinie des russischen "Subbotniks", wobei Subbotnik von "Subbota" gleich Sonnabend abgeleitet ist.

Die Wohnungsgenossenschaft nennt allerdings heute ihr jährliches Großreinemachen im April "Aufräumfest". Die Auflage am Sonnabend war die sechste. Die Flächen um die Wohnblöcke in der Straße der Deutschen Einheit und in der Meseberger Straße an der westlichen Peripherie Wolmirstedts wurden aufgeräumt, die Fußwege gefegt, die Vorgärten geharkt und gehackt. Erkennbar wurde: Das Leben eines Genossenschafters hört nicht hinter der eigenen Haustür auf, sondern fängt dort erst richtig an. Jeder, der dem Winter Beine machen und mit Hacke, Harke und Besen für ein liebenswertes Wohnumfeld Hand anlegen wollte, war willkommen. Für das leibliche Wohl der wohl am Ende 30 bis 40 freiwilligen Helfer – darunter eine Schüler- gruppe der Gutenbergschule – wurde nach getaner Arbeit mit herzhafter Gulaschsuppe und Erfrischungsgetränken gesorgt.

Übrigens: Die AWG verfügt über Wolmirstedt hinaus in Zielitz, Loitsche, Niederndodeleben, Eichenbarleben, Barleben sowie Gardelegen und Klötze im Altmarkkreis Salzwedel über eigene und fremdverwaltete Wohnungen. In Wolmirstedt und Zielitz verwaltet sie zusammengerechnet knapp 900 Wohnungen. Ihre Tochter – die AWG Immobilien GmbH – steuert die Dienstleistungen und den Service für alle Unternehmen im Verbund.