Der Hase stand für viele Samsweger selbst zu Ostern nicht im Mittelpunkt. Stattdessen interessierten sie sich viel mehr für die Pferde und deren Reiter, die beim Ringreiten und dem Geschicklichkeitsfahren der Gespanne auf dem Reitplatz um den Sieg wetteiferten.

Samswegen. Landwirt Richard Döring aus Ochtmersleben ist stolz. Hat er doch das beste Pferd im Stall. Zumindest, wenn man sich die Ergebnisse vom Geschicklichkeitsfahren der Gespanne am Sonnabend anschaut. "Bubi", ein Haflinger-Shetland-Pony, das mittlerweile Dörings Enkelin Lara Braune gehört, holte dort nämlich die Plätze 1, 2 und 4.

Den Sieg hatte sich Döring selbst gesichert. Platz zwei holte Mandy Sobetzko, die im Vorjahr beim Ringreiten aufs Treppchen gekommen war und sich 2011 nun erstmals als Gespannführerin versuchte. Und gleich zeigte, dass Frauen "am Steuer" eines solchen Gefährts keinen Vergleich mit den Männern scheuen müssen. "Da heißt es immer, Frauen geben nicht genügend Gas", erzählte Mandy Sobetzko lachend, nachdem sie – mit Co-Pilotin Lara Braune und "Bubi" – eine tolle Zeit eingefahren hatte und dabei deutlich unter zwei Minuten geblieben war.

Die Veranstaltung der Reitsportfreunde erwies sich diesmal nicht nur als Publikumsmagnet. Sondern zog auch zahlreiche Teilnehmer an, die um Siegerschleifen und Pokale wetteiferten und dafür aus dem ganzen Landkreis angereist waren. Teilweise mit Auto und speziellem Anhänger, teilweise auch direkt mit den Gespannen.

So konnten die Organisatoren um Dirk Schröder in diesem Jahr erneut einen Rekord an Startern vermelden. 21 Teilnehmer wollten beim Ringreiten mitmachen, knapp 20 Gespanne hatten ihren Start beim Kegelfahren gemeldet. Letzteres, also das Fahren der Ein- und Zweispanner durch einen Hindernisparcours, sieht nur von den Zuschauerplätzen her leicht aus. Dirk Schröder, der am Mikrofon Starter, Zeiten und Platzierungen durchgab, erklärte, dass es gerade beim Kegelfahren schon ein Niveau M sei, das man in Samswegen verlangen würde.

Im Vorfeld maßen die Helfer – in dem Fall Caroline Bär - die Spurbreiten der Wagen. "Dann geben wir links und rechts je 15 Zentimeter dazu, wenn wir die Kegel aufstellen", erklärte Schröder, was die Helfer vor jedem Start aufs Neue bauten.

Für die Zuschauer war der Tag auf dem Reitplatz nicht nur abwechslungsreich, sondern teilweise sogar bereichernd: Wurde doch ein Pferd versteigert, das nach anfänglicher Zurückhaltung unter den Zuschauern dann doch ein neues Zuhause bei einer Samswegerin fand.

 

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