Das Osterfeuer beim Motorradclub "Iron Cruise" hat sich längst zu einem Besuchermagneten entwickelt. Sowohl am Nachmittag beim Kinderprogramm, erst recht aber abends beim Feuer war der Besucherstrom unendlich.

Barleben. Das Einzige, was auf dem Gelände von "Iron Cruise" nicht auf den ersten Blick auszumachen war, waren Motorräder. Die standen am Ostersonnabend nicht im Vordergrund. Schließlich hatten die Mitglieder alle Hände voll zu tun, ihren Gästen den Tag schön zu gestalten. "Wir haben den ganzen Freitag und Sonnabend für die Vorbereitung gebraucht", sagte Vereinschef Thorsten Ristau. Über 20 Biker türmten das Holz auf, mähten die Wiese und richteten die Räumlichkeiten her. "Das Holz hat uns vor allem die Gemeinde aus ihrem Baumschnitt zur Verfügung gestellt", berichtete Ristau, "aber auch Barleber Bürger brachten Schnittgut vorbei".

Um es gleich vorweg zu nehmen: Die Arbeit der Biker hatte sich gelohnt. Am Nachmittag strömten viele Familien auf das Gelände am nördlichen Rand der Gemeinde. Dabei hatten nicht nur die Kinder ihren Spaß. "Ich habe meine beiden Enkelkinder Carla und Lisa so selten zusammen", erzählte Renate Zöpfel, "es ist schön, mit ihnen hier zu sein". Sie hob die neunjährige Lisa aufs Pferd und begleitete sie bei ihrem Ritt um den Holzberg, der später am Abend zum Osterfeuer wurde. Die Ponys hatte der Fahr- und Reitstall Matschek zur Verfügung gestellt, und Mitglieder des Reitvereins führten die Pferde am Zügel.

Andere Kinder amüsierten sich über die Kunststücke des Clowns und gaben dem Riesenosterhasen die Hand. Der Wolmirstedter Tätowierer Matthias Ebert hatte seine Werkzeuge zu Hause gelassen und schminkte Kinder zu Raubtieren. Bei dem wunderschönen Frühlingswetter hatten viele Zeit und Muße im Gepäck und blieben bis in den Abend hinein.

Ab 19 Uhr brannte erst draußen das Osterfeuer und dann die Luft in der Partyhalle. Gleich nach den ersten Takten der Band "Tänzchentee" wurde es heiß. Die fünf Jungs auf der Bühne verbreiteten Riesen-Stimmung, und jeder wollte daran teilhaben. Sie rockten sich nicht nur durch die internationale Musikgeschichte, sondern scheuten sich auch nicht vor Herz-Schmerz- und Schlagermusik aus den Hitparaden der vergangenen Jahrzehnte. Hauptsache, die Musik war tanzbar. Und wenn das Original nicht genug Power hergab, wurde es von "Tänzchentee" tanzbar gemacht.

Je mehr die Nacht dunkelte, umso weiter wand sich die Schlange der parkenden Autos am Feldrand entlang. So war nicht nur die Halle voller Menschen, sondern auch die Wiese rund um das Feuer. Und alle aus dem Team um Thorsten Ristock zeigten ein sichtlich zufriedenes Gesicht.

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