Carolin Gödecke ist Studentin an der Fachschule in Wolmirstedt. In den nächsten Wochen ist sie außerdem eine von etwa 80 Erhebungsbeauftragten im Bereich Wolmirstedt für den Zensus 2011, der sogenannten Volkszählung. Sie verschickt zu Wochenbeginn ihre ersten Terminkarten an die Haushalte in der Ohrestadt, wo sie dann persönlich zum Gespräch vorbeikommt.

Wolmirstedt. Zwei große Kartons mit Informationsmaterial, Anschreiben und Terminankündigungskarten hat Carolin Gödecke von den Mitarbeitern für den Zensus 2011 erhalten. Insgesamt 124 Personen wird sie in den kommenden Wochen befragen. "Ich treffe mich in meiner Freizeit viel mit Freunden", sagt die 21-jährige Wolmirstedterin, "aber ich will auch etwas Sinnvolles tun." So bewarb sie sich als Erhebungsbeauftragte. In einer Schulung wurde ihr alles erklärt, was sie wissen muss.

In diesen Tagen verschickt sie ihre Terminankündigungskarten an die Wolmirstedter, zusammen mit den Infobroschüren zum Zensus. "Darauf steht meine Telefonnummer und wann ich kommen möchte. Falls ich zu dem Zeitpunkt niemanden antreffe, gibt es noch einmal eine Erinnerungskarte", erläutert sie ihre Planung. Wem der Termin gar nicht passt, der könne telefonisch Rücksprache mit ihr halten und einen anderen Tag vorschlagen. Sie hat sich viel vorgenommen. "Wenn der Zensus am 9. Mai los geht, fange ich ein Praktikum an. Die Interviewtermine werde ich mir täglich ab 16.30 Uhr legen. Vier bis fünf müsste ich am Tag schaffen", sagt sie enthusiastisch.

Aufgeschlossene, fröhliche Menschen wie Carolin sind für Sylvia Schulze genau das Richtige. Die Erhebungsstellenleiterin für den Zensus 2011 im Bereich Wolmirstedt sitzt in ihrem Büro im Rathaus der Ohrestadt und erzählt, dass sie noch händeringend nach Interessenten für diese ehrenamtliche Aufgabe sucht, für die es auch eine Aufwandsentschädigung gibt. "Bis zum 9. Mai brauche ich vor allem noch Erheber für Wolmirstedt und für Niederndodeleben", sagt sie und weist auf die Voraussetzungen hin, die dafür wichtig sind. "Ein Interviewer muss mindestens 18 Jahre alt sein, zuverlässig, genau, zeitlich flexibel und verschwiegen." Die Verschwiegenheit betont Sylvia Schulze besonders. "Jeder Erhebungsbeauftragte verpflichtet sich in einer Erklärung, über die Daten mit denen er zu tun hat, Stillschweigen zu bewahren – über die Zeit des Zensus hinaus." Eine Schulung, wo diese wichtigen Dinge für die Interviewer vermittelt werden, gibt es noch am 3. Mai. Wer danach noch zum Team dazustößt, den lädt Sylvia Schulze zu persönlichen Schulungsgesprächen in ihr Büro. Wer Interesse an dieser ehrenamtlichen Aufgabe hat, kann sich bei ihr unter der Rufnummer (039201) 64722 melden.

Während Sylvia Schulze die Interviewer auf die Befragung vorbereitet, ist sie gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Sabine Bode und mit Zensus-Mitarbeiterin Katarina Emmer außerdem dabei, die Unterlagen für die Erhebungsbeauftragten zusammenzustellen. Jeder erhält nämlich zwei Kartons, wie sie Carolin gerade bei sich zu Hause auspackt.

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