Barleben. Der Kleintierzuchtverein von 1922 hat seit dem Frühjahr einen neuen Vorsitzenden. Der heißt Sigmar Thorun und übernahm die Amtsgeschäfte von Markus Peukert, der den Schritt in die Selbständigkeit wagte. Unter Thoruns Ägide wurde am zurückliegenden Sonntag wieder das schon zur Tradition gehörende Maifeuer organisiert. Zahlreiche Barleberinnen und Barleber nutzen bei herrlichem Frühlingswetter die Gelegenheit, den im Entstehen begriffenen Haustierpark auf der Apsisseite der evangelischen Kirche und die inzwischen sieben Tierhäuschen in der Angerstraße zu begutachten. Für die Imbissversorgung der Schaulustigen sorgten die Kleintierzüchter selbst. Wie in den Vorjahren sprangen ihnen die Pferdesportler der SG Motor hilfreich zur Seite.

Sigmar Thorun als neuer Vorsitzender gehört dem Verein seit inzwischen 40 Jahren an. In der Vergangenheit hat er sich vor allem als Taubenzüchter einen Namen gemacht. Thorun hat sich vorgenommen, für neuen Schwung bei Barlebens Kleintierzüchtern zu sorgen, nachdem im November vergangenen Jahres die traditionelle Herbstschau des Vereins aufgrund mangelnder Beteiligung abgesagt werden musste. Die Ausstellung wäre die 88. in der Vereinsgeschichte gewesen. Sigmar Thorun hat die Ziele für das laufende Jahr klar umrissen: "Wir richten unser Maifeuer aus, stellen vier neue Tierhäuser auf und organisieren in der Reithalle unsere übliche Herbstschau."

Der Haustierpark hinter der Kirche befindet sich seit 2004 im Aufbau. Damals hatte die Interessengruppe das brachliegende Gelände – teils Streuobstwiese – aus Privatbesitz übernommen. Den Schwerpunkt des Projektes bildet die Haltung überlieferter Haustierrassen. Jede Tierart soll ihr eigenes Refugium bekommen. Das bedingt, dass Weiden, Volieren, Gehege und Behausungen geschaffen werden müssen.