Glindenberg kommt in die Jahr(hundert)e. Vom 15. bis 17. Juni 2012 wird deshalb zur 800-Jahr-Feier eingeladen. Das runde Jubiläum wird gemeinsam mit dem Wolmirstedter Stadtfest und dem 125. Geburtstag der Freiwilligen Ortsfeuerwehr begangen.

Glindenberg. Jürgen Wolniczak darf sich mit Fug und Recht auf die Fahne schreiben, dass es vorrangig ihm zu verdanken ist, dass der Ortsteil Glindenberg im kommenden Jahr das wohl spektakulärste Fest in seiner dann 800-jährigen Geschichte feiern wird. Der akribischen Forschungsarbeit des Hobbyhistorikers ist es nämlich zu verdanken, dass das Landesarchiv Sachsen-Anhalt auf seine Anfrage schriftlich attestierte, "dass das Jahr 1212 als gesichertes Ersterwähnungsjahr der Ortschaft Glindenberg gelten kann, obwohl der Ort als solcher erst in der Urkunde von 1221 aufgeführt ist".

Das war bereits im Jahre 2001. Diese für Glindenberg (noch heute) epochale Aussage, nimmt nun ganz konkrete Konturen an. Das heißt, in der Zeit vom 15. bis 17. Juni 2012 wird Glindenberg die 800-Jahr-Feier begehen. Das allein aber reicht noch nicht, um für alle Ewigkeit in die Geschichtsbücher zu gelangen. So hat sich die Stadt Wolmirstedt angeboten, im nächsten Jahr das Stadtfest in dieser Zeit in Glindenberg zu feiern. Und als wenn dies alles noch nicht genug wäre, wird die Freiwillige Ortsfeuerwehr an diesem historischen Juni-Wochenende im Jahre 2012 ihr 125-jähriges Jubiläum begehen. Was wiederum Ortswehrleiter Andy Opitz, erst im vergangenen Jahr Vater geworden, zu der Aussage verleitete: "Über das Fest werden künftige Generationen mit Sicherheit in lobenden Worten sprechen."

Wie Ortsbürgermeisterin Gisela Gerling-Koehler mit Nachdruck betonte, hat sich die Gemeinde bewusst unter Druck gesetzt, "denn nur, wenn sich jeder einbringt, dann wird dieses Fest auch gelingen". Für das sehr langfristig am 5. April, als sich die Glindenberger Vereine das erste Mal trafen, der Startschuss gegeben wurde. Von Anbeginn mit im Boot ist die Stadtverwaltung in Wolmirstedt. "Und der Stadtrat äußerte sich einstimmig für die Verlegung des Stadtfestes nach Glindenberg", erläuterte Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Zander. Der diese Information den Glindenbergern auf der Bürgerversammlung am 28. April persönlich überbrachte, "und wir werden dem Ortsteil, schließlich verfügen wir über 1000 Jahre Erfahrung, Mitarbeiter der Stadtverwaltung in den einzelnen Arbeitsgruppen bei der Vorbereitung der 800-Jahr-Feier zur Seite stellen". Das Stadtoberhaupt versicherte auch, dass die logistischen Aufgaben in den Händen der Stadt liegen werden.

Die Einwohnerversammlung im "Glindenberg Hof" fand reges Interesse. Auch, weil hier langfristig der Fahrplan für das bevorstehende Jubiläum in einer ersten öffentlichen Beratung diskutiert wurde. Auch wenn nach gut zwei Stunden konstruktiver Aussprache an diesem Abend noch viele Fragen offen blieben, wie zum Beispiel, wo befindet sich der Zentrale Platz der Feierlichkeiten, so traf man dennoch wichtige Entscheidung und installierte die Arbeitsgruppen. Fünf Arbeitsgruppen – Geschichte, Festumzug, Kultur, Sport und Spiel sowie Feuerwehr – haben inzwischen ihre Arbeit aufgenommen. Was allerdings bereits bei den ersten kurzen Beratungen deutlich wurde.

Es können gar nicht genug Mitglieder sein, die in den Arbeitsgruppen mitarbeiten, " darum ist jeder willkommen", wie Ortsbürgermeisterin Gisela Gerling-Koehler ausdrücklich versicherte.