Die Bühnenshows des OK-Live-Ensembles Barleben-Wolmirstedt haben seit Jahren eine stetig wachsende Fangemeinde. Doch wieviel Arbeit es macht, bevor so ein zweistündiges Programm steht und rund ist, kann ein Außenstehender wohl kaum ermessen. Und deshalb war die Volksstimme bei der ersten Durchlaufprobe für "Sachsen-Anhalt ist ok - Tour 2011" in der Turnhalle der Gutenbergschule in Wolmirstedt dabei.

Wolmirstedt. "Die Musik bitte lauter, und die Tanzgruppe muss sich einfach mehr konzentrieren, Takt halten. Also noch mal von vorn!" Maren Sieb ist im traditionsreichen OK-Live-Ensembles Barleben-Wolmirstedt die künstlerische Leiterin und damit verantwortlich, dass Musik, Tanz, Artistik und Moderation in der fast zweistündigen Show eine Einheit bilden.

Dem Moderatoren-Duo Marc Burgemeister und Anica Gensecke hat die Geschäftsführerin eines Kommunikationsunternehmens die verbindenden Texte auf den Leib geschrieben. Wie ein roter Faden zieht sich in diesem Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen durch das Programm. So sind einige der Kostüme der Tanzgruppen ausgesprochen sportlich, und es werden ab und an auch Fußbälle über die Bühne gekickt. Musikalisch soll an die gute alte Disco-Zeit erinnert werden. Mehrheitlich hat man sich deshalb für den Ohrwurm "Knock on wood" als musikalische Klammer für das neue Programm entschieden. Dazu passt die neue Choreografie von Eileen Klingenberg für die Dream Dancer. Noch haben nicht alle jungen Damen die Schrittkombinationen bis aufs I-Tüpfelchen verinnerlicht. "Das nächste Mal klappt das dann bestimmt ganz prima", ist Maren Sieb überzeugt. Und Vereinsvorsitzende Rebecca Schulz wünscht sich, dass alle Tänzerinnen noch mehr "lächeln". Dabei ist das manchmal gar nicht so einfach. Die wöchentlichen Proben kosten viel Zeit, trotzdem sollen Schule oder Studium nicht leiden. Und so steckten einige der jungen Mädchen in den Pausen ihre hübschen Näschen in die Schulbücher.

Andere Mitglieder des Ensembles verfolgen das Geschehen auf der Bühne sehr aufmerksam, spenden Beifall oder machen noch kleine Verbesserungsvorschläge.

"Das ist für das Zusammenspiel der Gruppen wichtig. Alle müssen hinter dem Programm stehen", sagt Maren Sieb. Nicht jede Formation zeigte bei der ersten Probe ihre neue Nummer vollständig. Das wäre zum Beispiel für die Seildinis mit der Drahtseilnummer, die Happy Marines am Trapez oder die Highouts mit der Leiterakrobatik zu aufwändig. Das meiste wird nur angerissen.

Beifall gibt es für Manuela Brasch, die nach Unfall und monatelanger Pause erstmals wieder zeigen kann, dass sie immer noch eine verdammt gute Artistin ist. Sie will mit "Magic Rings" auftreten, allerdings ohne dabei auf der Kugel zu balancieren. In der Zwischenzeit haben die Nachwuchsmoderatoren weiter ihre Texte gebüffelt. Neben dem Fußball nehmen Marc und Anica im neuen Programm auch Generationskonflikte aufs Korn. Es soll gewissermaßen eine kleine Lehrstunde für Erwachsene werden, denen die heutige Jugendsprache humorvoll "übersetzt" wird. Bei dieser Aufgabe werden sie von Josephine Niebuhr als lebender Sprachcomputer unterstützt. Natürlich soll bis zur Premiere noch nicht alles verraten werden, zumal an neuen Kostümen und Bühnenbild noch gearbeitet wird. Aber fest steht nach der ersten Kostprobe: Das neue Programm ist ok!