Barleben (kda). Die Hobbyastronomen der Schulsternwarte Barleben laden für den morgigen Freitag ab 19.30 Uhr zum nächsten öffentlichen Beobachtungsabend in die Feldstraße 20 ein. Zwar wird der Mond – er ist zunehmend und im zweiten Viertel – am Himmel die Blicke auf sich ziehen, aber auch der Saturn ist gut zu beobachten. Der Planet präsentiert nicht nur seine Ringe, auch seine Monde sind einen Blick wert. Der Hellste von ihnen ist Titan. "Doch auch Rhea, Dione, Tethys, Enceladus und Japetus sind im Teleskop sichtbar", schreibt Steven Kraft von der Beobachtungsgruppe. Je nach ihrer Entfernung bewegen sich die Monde langsamer oder schneller um den Ringplaneten. "Auch wenn Wolken den Sternenhimmel verdecken sollten, sind Sie gern willkommen", so Steven Kraft.

Die Sternwarte auf dem Dach der Sekundarschule wurde 2006 erbaut und ausgestattet. Ihre Fernrohre fallen unter den Amateurstatus. Sie erlauben Himmelsbeobachtungen am Tag und in der Nacht mit computergestützter Auswertung. Das Linsenteleskop von Carl Zeiss hat eine Brennweite von 100 Zentimeter, beim Spiegelteleskop sind es 280 Zentimeter. Beide Teleskope befinden sich auf einer sogenannten parallaktischen Montierung. Damit wird die scheinbare Bewegung der Himmelsgestirne, verursacht durch die Drehung der Erde um ihre eigene Achse, ausgeglichen. Den Himmelskundlern ist es möglich, auch schwer auffindbare Objekte ausfindig zu machen und die Teleskope über Laptop anzusteuern. Die Sternwarte wird sowohl unterrichtsunterstützend als auch außerschulisch für die Tätigkeit von Arbeitsgemeinschaften genutzt.