Jersleben/Dahlenwarsleben. Wenke Kuhwe erkundigte sich zur ordentlichen Sitzung des Gemeinderates am Dienstag in Jersleben nach der vertraglichen Laufzeit einer Mobilfunksendeanlage in der Ortschaft Dahlenwarsleben. Der Einwohnerin aus Gutenswegen konnte allerdings mündlich keine verlässliche Auskunft erteilt werden. Die Gemeindeverwaltung will die Antwort schriftlich nachreichen.

Der Hintergrund: Die Sendeanlage hat ihren Standort auf dem stillgelegten Schornstein der Grundschule "Astrid Lindgren". Die seinerzeit noch eigenständige Gemeinde Dahlenwarsleben schloss 1998 mit der VIAG Interkom einen Vertrag zum langfristigen Betrieb dieser Mobilfunkstation, wusste Amtsleiter Reinhard Schimka am Dienstag. Der heutige Betreiber der Funkstation, O2 Germany, wollte 2005, ein Jahr nach Bestehen der Einheitsgemeinde, diesen Vertrag erweitern und die Laufzeit bis 2024 verlängern. Er begründete das mit dem Aufbau des UMTS-Netzes. Damit seien technische Veränderungen an der Mobilfunkstation erforderlich. Diese sollten mit einem Nachtrag zum bestehenden Vertrag geregelt werden. Unter anderem sollten bis zu drei weitere Flächenantennen inklusive Vorverstärker und bis zu vier weitere Richtfunkantennen am vorhandenen Antennenträger installiert werden. Für die zusätzliche Nutzung wurde eine Erhöhung der monatlichen Miete für den Schornstein und die Fläche zum Abstellen der Fahrzeuge für die Unterhaltung der Station in Aussicht gestellt. Der Gemeinderat konnte sich nicht entschließen, der Erweiterung des Vertrages zuzustimmen und die Änderung zum Mietvertrag zu befürworten. Er lehnte sie wie zuvor der Ortschaftsrat ab. Für Ratsherr Gerhard Schmidt (CDU) war der Schutz der Schulkinder vor Elektro-Smog ein ausschlaggebendes Argument. Ein Ratsmitglied aus Klein Ammensleben hatte arge Probleme mit der Ausdehnung der Vertragslaufzeit mindestens bis ins Jahr 2024.