Der erste Familienwandertag in Samswegen am vergangenen Sonnabend bei schönstem Frühlingswetter war ein voller Erfolg. Weit über 100 kleine und große Samsweger brachen kurz nach 10 Uhr auf Schusters Rappen zu einem sechs Kilometer langen Weg zum Reitplatz auf, wo sich der Zug erst nach Stunden in alle Himmelsrichtungen auflöste.

Samswegen. Seit Monaten hielt sich in dem kleinen Bördedorf hartnäckig ein Gerücht und spitzte sich zum Wochenende zu: "Samswegen ist im Aufbruch!" Andere dagegen meinten: "Nein, in Samswegen bewegt sich wieder was!" Eine, die es genau wusste, war Alexandra Cop: "An allem ist etwas dran", versicherte die Jugendsozialarbeiterin der Niederen Börde und Vorsitzende des SSV Samswegen. "Richtig ist, dass Samswegen wandert".

Wie es zu dieser bewegenden Geschichte kam, weiß die engagierte Frau auch: "Unser Familiensportfest, das wir jedes Jahr mit sehr viel Herzblut organisiert haben, erntete zwar jedesmal viel Lob, die Zahl der Teilnehmer aber wurde immer geringer."

Die logische Konsequenz, in der Ortschaft drohte es plötzlich "noch ruhiger" zu werden. "Und dagegen wollten wir im wahrsten Sinne des Wortes ,angehen‘, installierten eine Arbeitsgemeinschaft und holten neben dem Ortsbürgermeister alle Vereine und die Feuerwehr ins Boot und einigten uns sehr schnell auf den Familienwandertag", so Alexandra Cop. Und der monatelange Eifer wurde belohnt und verleitete Ortsbürgermeister Burkhardt Wohlfahrt zu folgendem Ausspruch: "Genau solch ein Gewimmel wollt ich sehn‘, mit aufgeweckten Samswegern bei schönem Wetter spazieren gehen."

Und diese Aussage traf genau des Pudels Kern. Denn weit über 100 gutgelaunte Samsweger, aber nicht nur, kamen mit passendem Schuhwerk am Sonnabend zur Grundschule in den Kommunikationsweg. Kurz nach 10 Uhr der scharfe Start, setzte sich der Zug in Bewegung. Fürsorglich begleitet von einem Kremser der Familie Schröder. "Für den Fall der Fälle, falls einer schwächelt", meinte die SSV-Vereinsvorsitzende. Bürgermeisterin Erika Tholotoswky, selbst gesundheitlich angeschlagen, aber konnte am Reitplatz vermelden, dass alle heil angekommen sind. Keine so leichte Aufgabe, denn auf der sechs Kilometer langen Strecke hatte Ortschronist Holger Marter 30 Fotos versteckt, die es zu finden und zuzuordnen galt. Wie der Ortschronist versicherte, kannten sich die Samsweger in ihrem Ort bestens aus.

Es gab an diesem Vormittag aber auch leichte Kost. So war die Feuerwehr speziell für den Nachwuchs aufgefahren, fehlte es nicht an einem Grillstand, musste auch keiner Durst leiden, mundete allen der Kuchen.

Und so erstaunt es nicht, dass sich erst lange nach Mittag der Zug auflöste. Zuvor aber gab man sich das Versprechen in die Hand: "2012 werden wir garantiert wieder unterwegs sein!"

 

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