Im Juli geht es los. Dann startet an der Kita "Zwergenhaus" in Dahlenwarsleben das Leuchtpol-Projekt. Über das Spiel bekommen Kinder Zugang zu den Themenfeldern Energie und Umwelt. Erzieherin Anja Körtge hat sich berufsbegleitend qualifiziert. Gestern durften Zwerge und Wichtel die Kiste mit dem projektunterstützenden Spielmaterial öffnen, die in der Einrichtung eingetroffen ist.

Dahlenwarsleben. "Schon im Alter von drei Jahren sind Kinder in der Lage, eigene Lernprozesse in Gang zu setzen. Spielen ist die Grundlage dafür", weiß Anja Körtge. Die Mädchen und Jungen können beispielsweise die Kraft der Sonne und die Energie des Windes entdecken. "Den Wind haben wir schon spielerisch erforscht, in dem wir ihn draußen vor der Tür in den Bäumen beobachtet oder Gegenstände durch die Luft gepustet haben." erzählt sie. In der nächsten Zeit wird noch das Entdecken des Phänomens der elektrischen Energie hinzukommen. Die Forscherkiste enthält beispielsweise ein Elektrobasis-Set mit elementaren Dingen wie Krokodilklemmen und Messtrippen, DVDs zum Thema, LED-Taschenlampe und Solarauto. "Durch das Ausprobieren dieser Dinge eröffnen sich die Kinder eigene Zugänge zum Themenfeld Energie und Umwelt", erläutert Anja Körtge.

"Leuchtpol" ist ein Bildungsprojekt für Heranwachsende ab dem Kindergartenalter. Die Regionalbüros der gemeinnützigen GmbH bieten bundesweit kostenlose berufsbegleitende Fortbildungen an. Die Erzieherinnen setzen die in den fünftägigen Kursen gewonnenen Kenntnisse gemeinsam mit den Kindern in ihren Einrichtungen um. Alle Inhalte und Methoden sind eng an den Fähigkeiten der Drei- bis Sechsjährigen ausgerichtet.

"Leuchtpol" möchte die Kinder unterstützen, spielerisch und bewusst Zugang zur Umwelt und insbesondere zum Thema Energie zu finden. Im Rahmen ihres Handlungsspielraumes sollen sie den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Ressourcen lernen, speziell die sparsame Nutzung von Energie, sowie die Bedeutung von Energie und Umwelt für verschiedene Lebenszusammenhänge.

Die Erzieherinnen unterstützen und fördern die Neugierde und das Ausprobieren. Sie sind durch "Leuchtpol" befähigt, die Alltagserfahrungen der Kinder aufzugreifen. Gemeinsam werden erste Erklärungsmodelle zum Themenfeld Energie und Umwelt erarbeitet. Hinter Leuchtpol steht ein pädagogisches Konzept, das auf Erfahrungen der frühkindlichen Umweltbildung und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert. Bis 2012 können zehn Prozent aller deutschen Kindergärten teilnehmen – das sind rund 4 000 Einrichtungen.