Wolmirstedt (gbi). "Supcooltour" ist zurück. Noch einmal startet das Männerquartett eine Konzertreise durch Wolmirstedt, Samswegen und Barleben. Ob die vier Herren an alte Erfolge anknüpfen, darüber denken sie nicht nach. Sie freuen sich auf die Konzerte und hoffen, dass das Publikum diese Freude teilt.

Der musikalische Kopf des Quartetts ist Gerhard Noetzel. Er war bis zum Jahresende Kantor in Wolmirstedt, lebt und arbeitet inzwischen in Herzberg. Uwe Jauch, Superintendent des Kirchenkreises, singt den Bass und gibt dem Bandnamen die Silbe "Sup". Den Part der Langhaarigen, die zu jeder ordentlichen Männerband gehören, übernehmen der Glindenberger Pfarrer Andreas Nestler und der Barleber Pfarrer Johannes Könitz. "Cool" sind alle vier, sie gehen auf Tour – und daher der Name "Supcooltour".

Eigentlich war das Quartett mit dem Weggang Gerhard Noetzels beinahe gestorben. Aber die vier hatten sich eine Mai-Konzerttour 2011 ganz fest vorgenommen. "Die drei sollten ohne mich singen", sorgte sich Gerhard Noetzel vor der ersten gemeinsamen Probe, "hoffentlich haben sie das gemacht." Sie haben.

"Wir haben Tanja Schmid gefragt, ob sie mit uns übt", erzählt Uwe Jauch. Die war kurzzeitig als Kantorin in Wolmirstedt, "und in ihrem Anspruch noch gnadenloser als Gerhard Noetzel", grinst Andreas Nestler. Johannes Könitz buddelte seine Klavierkenntnisse aus und begleitete die Proben mit Tastenmusik. Und so fand Noetzel vor ein paar Tagen in der Wolmirstedter Katharinenkirche drei gut eingesungene Quartettmitglieder vor. "Das Repertoire ist komplett neu", erzählt er, "aber es ist wieder klassisch und schwierig". Die Qualität des mehrstimmigen Gesangs hat das Publikum beim letzten Mal zu wahren Begeisterungsstürmen hingerissen. "Im schönsten Wiesengrunde und anderswo" heißt das Programm diesmal.

"In unserem Programm geht es wieder um Liebe und verlorene Liebe", sagt Johannes Könitz und guckt ein bisschen traurig. "Halt ihr die Augen zu und küss sie auf den Mund", zitiert Andreas Nestler eine Liedzeile von Heinrich Heine. Könitz seufzt tief. "Ja, der Heine, der kommt schnell auf den Punkt."

Und dann haben die vier genug geredet. "Wir wollen ja nicht alles verraten", sagt Uwe Jauch. Gerhard Noetzel stimmt den Ton an. "Love me tender", singen sie und es klingt wunderschön. Noch im Weggehen folgt der Gesang die Treppe hinunter, bis ins Erdgeschoss, die Stimmen schwingen bis in den letzten Winkel der Kirche und vor allem ins Herz.

Die Konzertdaten von "Supcooltour" sind: Sonnabend, 28. Mai, um 19.30 Uhr in der Barleber Kirche; Sonntag, 29. Mai, um 16 Uhr in der Samsweger Kirche und um 19 Uhr in der Wolmirstedter Katharinenkirche. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten.