Der kommunale Friedhof in Meitzendorf soll umgestaltet werden. Dazu gibt es seit Februar einen Grundsatzbeschluss. Die Umgestaltung wird sich bis 2013 in drei Phasen vollziehen. Zwischenzeitlich haben die Ortschaftsräte konkretisierten Entwürfen von Planerin Susan Krüger vom Magdeburger Büro "Freiraum" ihre Zustimmung gegeben.

Meitzendorf. Die Fraktion der Unabhängigen Wähler im Ortschaftsrat brachte vor Jahresfrist einen Katalog mit knapp 20 kommunalpolitischen Schwerpunktaufgaben in das Gremium ein. Ohne größere kontroverse Meinungen verlief die Aussprache über die Rang- und Reihenfolge dieser Maßnahmen. Michael Lange (Fraktion SPD/Freie Wähler) zeigte sich zufrieden, dass der Abriss der alten Trauerhalle und das Herrichten eines Containerstellplatzes in den Katalog Eingang gefunden hatte. Lange regte an, überdies der Befestigung der Friedhofswege Priorität beizumessen. Bei Regenwetter sei der kommunale Friedhof kaum begehbar. Der Ortschaftsrat legte im Februar fest, dass sich die Umgestaltung des Friedhofes aus haushaltstechnischen Gründen in drei Teilabschnitten vollziehen soll. In diesem Jahr wird zunächst eine Urnengemeinschaftsanlage mit Namensnennung geschaffen. Die Namen der Verstorbenen sollen nach den Vorstellungen von Planerin Susan Krüger an einer fünfseitigen Stele (graue Granitsäule) zu lesen sein. Inklusive übertragener Haushaltsmittel aus dem Vorjahr steht für den ersten Bauabschnitt eine Gesamtsumme von 60000 Euro zur Verfügung, über die jedoch teilweise schon verfügt wurde (der Abriss der alten Trauerhalle nahm zirka ein Drittel des Geldes in Anspruch). Im kommenden Jahr soll die Befestigung der Haupt- und Nebenwege erfolgen, der Containerstellplatz an die Stelle der alten Trauerhalle umverlegt und ein zentraler Müllsammelplatz angelegt werden. Zusätzlich bestand der Wunsch der Ortschaftsräte, die Umgestaltung des Vorplatzes der Trauerhalle vorzunehmen und eine neue Wasserstelle zu errichten. Die bisherige Wasserversorgung ist überaltert. Ein Zulauf mit Schöpfbrunnen und integriertem Kannenständer könnte ein Ort der Begegnung werden. Die provisorische Situation auf dem Vorplatz der neuen Trauerhalle wird nach den Vorstellungen des Büros "Freiraum" durch eine flache Klinkermauer verbessert. "Damit wird eine Fassung des bislang ungestalteten Raumes erreicht", erklärt Susan Krüger. Die Mauer schenke zudem Geborgenheit und Halt.

Der Planerin schwebt die Aufwertung der Lindenallee vor. Damit verbunden ist die Verringerung der Hauptzufahrt auf eine Breite von 3,50 Meter. Die Zufahrt soll mit eingefärbtem Betonpflaster befestigt werden. Auf die Nebenwege kommt granitgrauer Feinsplitt. Die Wege werden mit einer Stahlkante eingefasst. Die Entsorgungsplätze für den Abfall sollen nach dem Vorbild der Friedhöfe in Ebendorf und Barleben mit einer Pergola umhaust werden. Das bewahre das Friedhofsniveau, so Susan Krüger. Für die Realisierung des zweiten Bauabschnittes ist eine Investitionssumme von maximal 130000 Euro gesetzt. 2013 ist dann die Erneuerung der Einfriedung des Friedhofsgeländes zur Jersleber Chaussee hin in Form einer 1,5 Meter hohen Klinkermauer und zum Seeweg hin in Form eines schmiedeeisernen Zaunes an der Reihe. Auch das Anlegen eines neuen Feldes für Urnenwahlgräber soll umgesetzt werden. Für den dritten Bauabschnitt stehen 146000 Euro bereit.