Wolmirstedt (kkl). Trillerpfeifen, Party, schrille Kostüme, aber auch altkluge Sprüche. Das sind deutliche Signale dafür, dass ein entscheidender Lebensabschnitt zu Ende geht. In diesem Fall war es der letzte offizielle Schultag, den die Schüler der 10. Klasse der Leibniz-Sekundarschule und der Ganztagsschule "Johannes Gutenberg" gemeinsam mit ihren Lehrern gestern begingen.

Während an der Gutenbergschule mehr das kontrollierte Chaos herrschte, sich die Schüler der Zehnten erst nach der Pause gemeinsam mit den Lehrern in kleiner Festrunde trafen, gibt es an der Leibniz-Sekundarschule ein festes Ritual: Der Schulhof wurde zur großen, sonnendurchfluteten Showbühne. Kurz nach dem ersten Klingelzechen startete das "Festprogramm", ließen die Schul- abgänger das Lehrerkollegium noch ein letztes Mal (mit Rezitationen und Sprechgesang) einzeln hochleben. Ehrgeiz kam nur auf, als die Zehnte versuchte, in einem lustigen Staffelwettbewerb die Lehrer "Alt" aussehen zu lassen. Keine Angst, der Spaß dominierte. Nach gut einer Stunde war an den Schulen der Spuk zu Ende, wurden anschließend 107 "ausgeflippte" Schüler – 36 aus der Leibniz- und 71 aus der Gutenbergschule – in der Stadt angetroffen, die den Menschen lautstark verkündeten, dass jetzt Schluss ist mit der Schule.

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