Haldensleben. Während der Winter auf dem Land nur noch wenige Rückstände hinterlassen hat, sieht es auf dem Mittellandkanal noch ganz anders aus. Eis erinnert immer noch an die lange Frostperiode. Schiffe brauchen die Unterstützung von Eisbrechern, um ihre Fahrt nach der Zwangspause fortzusetzen.

Mehrere Schiffe konnten über einen sehr langen Zeitraum nicht eingesetzt werden. In Calvörde lagen Schiffe zum Teil fast zwei Monate ohne Besatzung fest. In den vergangenen Tagen gab es die ersten Zeichen der " Wiederbelebung ". Die Besatzungen kehren an Bord zurück. Sie kontrollieren die Schiffstechnik nach der Zwangspause und bereiten die Weiterfahrt vor.

Dazu war auch noch ein weiteres und hoffentlich letztes Mal die Versorgung mit Brauchwasser nötig. Die Freiwillige Feuerwehr Calvörde half den polnischen Schiffen ganz zuverlässig. Bei dieser sehr langen Eissperre musste FFW Calvörde insgesamt viermal zu den Schiffen ausrücken, um für Wassernachschub zu sorgen. Frauke Ueckert aus dem Verwaltungsamt half dabei immer unkompliziert und vermittelte die schnelle Hilfe der Calvörder Kameraden. Die Schiffsbesatzungen möchten sich für die Hilfe in der Not bei allen Helfern bedanken !

Der Aufbruch will für die Besatzungen gut überlegt sein. Obwohl es zum Teil schon große eisfreie Bereiche auf dem Kanal gibt, ist für die oft schon betagten polnischen Motorschiffe die Weiterfahrt noch gefährlich !

Und auch die Kähne, deren Besatzungen sich schon wieder lostrauen, schaffen es nicht ganz ohne Hilfe. Der Eisbrecher " Paula " schleppte so ein Motorschiff aus dem dicken Eisbrei östlich von Haldensleben in die schon recht gut befahrbare freie Strecke im Bereich der Stadt Haldensleben, aus eigener Kraft hatte das Motorschiff " Calbe " noch keine Chance. Und der Eisbrecher " Seebär " kämpfte sich – unterstützt von zwei weiteren Eisbrechern – mit einem Schiffs-Konvoi von insgesamt 14 Fahrzeugen im Bereich Jersleben durch die dort noch sehr dicke Eissuppe " zu Berg " in Richtung Magdeburg-Rothensee.