Sechs Einwohner mehr konnte Hundisburg im vergangenen Jahr verbuchen. Stolz begrüßte der Hundisburger Ortsbürgermeister Josef Franz gestern Nachmittag die Landeskommission im Wettbewerb " Unser Dorf hat Zukunft " mit dieser Meldung. An zehn Stationen im Dorf wurde deutlich, wie sich Hundisburg stetig entwickelt.

Hundisburg. " Sie haben das Zeitlimit eingehalten und alle Wettbewerbskriterien bestens abgedeckt ", lobte Johannes Wesselmann aus dem Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt gestern Nachmittag nach einer zweistündigen Tour durch den Ort. Die Landeskommission, zu der Vertreter aus den Ministerien für Landwirtschaft und Umwelt sowie Landesentwicklung und Verkehr, aus dem Landesverwaltungsamt, dem Landes-Umweltamt und vom Landesheimatbund gehören, begann gestern mit der Informationstour durch die Kreissiegerorte und die jeweiligen Zweiten des Wettbewerbs " Unser Dorf hat Zukunft ". Nach strengen Kriterien gibt es überall eine Bestandsaufnahme, die täglich ausgewertet wird.

Ähnlich wie im vergangenen Jahr bei der kreislichen Wettbewerbstour stellten die Hundisburger die dörfliche Entwicklung in der Ziegelei, am Aller-Elbe-Radweg, am Kletterpfad vom Haus des Waldes, bei Landschaftsschutzmaßnahmen, am Koppelteich, am Pfarrhaus, an der Erhaltung von Bausubstanz im Ort, am Unterhof, am Schloss Hundisburg und am Jugendclub vor. Überall wurde deutlich, dass die erfolgreiche Entwicklung maßgeblich von ehrenamtlichem Engagement bestimmt wird. Sowohl in der Ziegelei Hundisburg als auch auf dem Unterhof erfuhren die Gäste, dass viele Hundisburger einfach kommen und helfen.

Auf dem Unterhof, der ein weiterer Anziehungspunkt im Ort werden soll, versicherte Axel Fingerhut vom gerade zwei Jahre alten Bauernhof-Verein, dass bei Aufräumungsarbeiten einfach Hundisburger gekommen wären und mit angepackt hätten. Er lud die Kommission ein, in fünf Jahren wiederzukommen. In einzelnen Jahresschritten soll der jahrelang leerstehende Komplex einer neuen Nutzung mit Hofladen, Heuhotel, Ferienwohnungen, kleinem Museum, Wohnmobilstellplätzen und vor allem der Haltung von seltenen Tierrassen zugeführt werden.

Im Schloss konnten sich die Kommissionsmitglieder nicht nur von Arbeiten im Gartensaal überzeugen, sondern auch von vielen neuen Veranstaltungen erfahren. So werden die geschaffenen Räumlichkeiten mit privater Initiative mit Leben erfüllt, versicherte Dr. Harald Blanke vom Verein Kultur-Landschaft.