Ein Autofahrer meldete sich gestern Mittag bei der Polizei. Auf der B 189 in Richtung Stendal staue sich hinter der Unterführung des Mittellandkanals das Wasser auf der Fahrbahn. Polizei, Vertreter der Straßenmeisterei des Landkreises und die Wasserschutzpolizei machten sich vor Ort ein Bild von der Situation. Währenddessen war die Bundesstraße streckenweise voll, später nur noch halbseitig gesperrt.

Wolmirstedt. Die Plusgrade der vergangenen Tage haben dazu geführt, dass der Schnee schmilzt. Weil aber der Boden teilweise noch gefroren ist, kann das Schmelzwasser nicht ablaufen. " Um 12. 20 Uhr hat ein Verkehrsteilnehmer bei der Polizei gemeldet, dass sich auf der B 189 in Richtung Stendal das Wasser auf der Fahrspur staut ", nannte Armin Friedrichs Details zu dem gestrigen Einsatz.

Als die Polizeibeamten vor Ort eintrafen, erkannten sie, dass eine 20 mal 50 Meter große Wasserfläche vom benachbarten Acker über die Furche am Rand auf die Bundesstraße zu laufen drohte. " Um jegliche Gefahr für die Verkehrsteilnehmer auszuschließen, haben die Kollegen vor Ort die Strecke zuerst voll gesperrt ", berichtete der Leiter des Polizeirevieres Börde.

Die Beamten der Wasserschutzpolizei und Mitarbeiter der Straßenmeisterei Ebendorf wurden verständigt und machten sich vor Ort ein Bild der Lage. " Wir haben den Kanal überprüft und festgestellt, dass dort kein Leck vorliegt ", erzählte Hauptkommissar Henning Lübeck seinen Kollegen. Damit war die Wasserschutzpolizei nicht mehr zuständig. Um 13. 30 Uhr endete auch der Einsatz der Polizeibeamten vor Ort, die Vollsperrung wurde aufgehoben und mittels Baken eine halbseitige Sperrung der Bundesstraße in Richtung Stendal aufgebaut und beschildert.

Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei versuchten, vor der seitlichen Stützwand, die kurz hinter der Unterführung endet, mit Fräsgut einen Wall aufzuschütten. " Damit sollte das Wasser so umgeleitet werden, dass es hinter die Wand fließt ", erklärte Andreas Dorendorf. " Sollte es sich an der Wand stauen, dann wird es durch die darin befindlichen Schlitzrinnen aufgenommen und in ein Regenrückhaltebecken abgepumpt. "

Nach dem Einsatz war die Sperrung zwar aufgehoben worden, aber nach 15 Uhr mussten die Kollegen der Straßenmeisterei erneut zur gleichen Stelle ausrücken. Laut Andreas Dorendorf sei man aber bemüht gewesen, das Schmelzwasser-Problem noch gestern zu beheben.