Talente finden in Wolmirstedt immer eine Bühne. Dafür sorgt schon der Arbeitskreis Kultursommer. Am Mittwoch war es wieder soweit. Tanzende, singende und musizierende Kinder wetteiferten in der Aula der Gutenberg-Schule um einen Auftritt zum Stadtfest und den Einzug ins Finale.

Wolmirstedt. Zum Auftakt der Talenteshow in der Gutenberg-Schule zeigten die Kinder der Diesterweg-Grundschule das Musical " 1000 Farben hat die Welt ". Danach folgten Schlag auf Schlag die anderen Darbietungen. " Keine Angst, bei uns muss nicht ganz Deutschland anrufen und wählen, wer weiter kommt. Dafür haben wir eine Jury ", beruhigte Moderator Marc Borgemeister die kleinen Kandidaten. Wolfgang Buschner, Kurt Prilloff und Marianne Döhring müssen sich in den kommenden Tagen entscheiden, welche der kleinen Künstler am 19. Juni beim Stadtfest auf der Freilichtbühne auftreten dürfen. Die Glücklichen bekommen die Entscheidung per Post zugestellt.

Die meisten Kinder hatten sich in ihren Schulen auf den Talentewettbewerb vorbereitet. In der Zirkus-AG der Gutenberg-Schule entwickeln sich Lea Pommer und Aline Metzger zu Kugelakrobatinnen. In der Arbeitsgemeinschaft Tanz und Gesang haben Musicals Hochkonjunktur. Ausschnitte aus " König der Löwen " oder dem " High-Scool-Musical " gefallen den Kinder offensichtlich sehr.

Manche Kinder bewerben sich bei diesem Casting auch ganz von sich aus. Die Geschwister Vanessa und Chavez Mertens sind zum wiederholten Mal dabei, diesmal mit dem Lied " Little Swan ". Dabei hat Vanessa Mertens gerade noch eine andere Aufgabe übernommen, nämlich die der Rogätzer Blütenkönigin. Pia Heinemann und Vanadis Hoppe haben ihr Lied " Im a big big Girl " tapfer ohne Musikbegleitung vorgetragen. Die CD streikte und am Ende hatte dieser unfreiwillige a-capella-Gesang sogar einen besonderen Reiz.

Die kleine Antonia Weber aus der Diesterweg-Schule trat mit einer Eigenkomposition ihres Papas auf. André Weber hatte das Bauernhoflied " So ein Schwein " für das Mädchen komponiert.

Das Credo des Arbeitskreises Kultursommer ist, dass professionell geförderte Talente nicht in die Wertung kommen. Dennoch zeigten preisgekrönte Musikschülerinnen ihr Können. " Sie dürfen das Programm auf der Freilichtbühne bestimmt mit gestalten ", sagt Wolfgang Buschner, " bewerten können wir sie leider nicht. " Ein Ziel des Talentewettbewerbes ist es, kleine Rohdiamanten aufzuspüren, und ihnen eine professionelle Förderung durch Institutionen wie die Musikschule, das OK-Live-Ensemble, das Holzhaus-Theater nahe zu legen.

Doch auch wer " nur " aus Spaß and der Freude weiter tanzt, singt oder musiziert, hat eine Menge zu bieten. Das zeigten die über 25 Beiträge des Vorausscheides. " Etwa 15 werden es auf die Freilichtbühne schaffen ", schätzt Wolfgang Buschner. Die zehn Besten davon treten im September in der Sparkasse im Kampf um den Bürgermeister-Pokal an. Verstecken braucht sich niemand der kleinen Künstler. Sie haben sich am Mittwoch allesamt große Mühe gegeben und eine bunte Unterhaltunsshow zusammen gestellt.