Eine Heimstatt für moderne Jugendarbeit will die Ortschaft Hohenwarsleben mit dem Projekt eines Landjugendzentrums vorantreiben. Ein Antrag auf Fördermittel des EUProgramms Leader ist bereits gestellt worden. Der Eigenanteil soll aus den Rücklagen der Ortschaft finanziert werden. Das will Ortsbürgermeister Wolf Graf von Westarp dem Ortschaftsrat auf der Sitzung am kommenden Donnerstag, dem 28. Januar, vorschlagen.

Hohenwarsleben. Bis zum 31. Januar müssen alle Förderanträge für Leader-Projekte im Jahr 2010 bei der zuständigen Förderbehörde erneuert werden. Mit einem Landjugendzentrum, das vielfältige Angebote für Kinder und Jugendliche aus der ganzen Region anbieten soll, will Hohenwarsleben an den Start gehen.

Anerkannte Arbeit

braucht eine Zukunft

Die hervorragende Jugendarbeit im Dorf unter der langjährigen Leitung von Betreuerin Petra Berndt ist weithin anerkannt. Doch der Jugendklub ist seit dem Verkauf der Villa, Im Winkel 1, in eine beengte Alternative gezogen. Die Jugendlichen warten seither auf von der Gemeinde versprochene neue Räumlichkeiten, die nun mit einem überregionalen Betreuungsangebot geschaffen werden sollen. Als Standort ist ein Grundstück in Nähe der Kita " Sonnenschein " und des Feuerwehrneubaus an der Stendaler Straße vorgesehen.

Die Anregung des Dorfgemeinschaftslebens ist eine der wesentlichen Förderrichtlinien des Leaderprogramms. " Und dazu gehört für uns eine gute Jugendarbeit. Konkurrenz zum derzeit entstehenden Mehr-Generationen-Haus in Hermsdorf ist das nicht. Dort ist der Ansatz ein ganz anderer und das Angebot für Kinder und Jugendliche soll bei uns viel breiter gefächert sein ", sagte der Hohenwarsleber Ortsbürgermeister.

In der nächsten Ratssitzung will die Ortschaft inhaltliche Schwerpunkte des Landjugendzentrums für den Förderantrag diskutieren und beschließen.

Die finanziellen Möglichkeiten von Hohenwarsleben sind dafür laut Westarp vorhanden – unabhängig von der Haushaltsdiskussion der Einheitsgemeinde.

Bürgermeister verweist auf stolze Rücklagen

" In der Gebietsänderungsvereinbarung zur Bildung der Einheitsgemeinde ist vertraglich geregelt worden, dass die vorhandenen Rücklagen der Ortschaften für Investitionen in diesen Ortschaften verwendet werden ", unterstrich von Westarp.

Nach der erfolgreichen Versteigerung eines Gebäudes in der Karl-Marx-Straße 7 a und ersten Abschlussrechnungen für das Haushaltsjahr 2009 stehen dem Ortsbürgermeister zufolge " Rücklagen in einer Größenordnung von 150 000 bis 160 000 Euro " zur Verfügung. Bei möglichen Fördergeldern von bis zu 70 Prozent der Gesamtkosten sei daher das Vorhaben Landjugendzentrum realisierbar.