Längst hat die drei der Schulalltag wieder eingeholt. Aber befragt man Marcus Nagel, Domenik Jahnel, beide Leibniz-Schule, oder Luisa Otto, Friedrich-Gymnasium, alle drei 16 Jahre jung, nach ihren Erlebnissen beim Kurztripp nach New York, heben alle drei im wahresten Sinne des Wortes noch einmal ab. Und mit ihnen die beiden Lehrerinnen Sabine Jahnel und Christine Bauherr, die die Jugendlichen in die USA begleiteten.

Wolmirstedt / New York. Das Wort Wahnsinnsreise macht die Runde, wenn Schüler und Lehrerinnen ihren Gedanken nachhängen. Und ob nun die beiden Leibniz-Schüler oder die Gymnasiastin, nach den sieben erlebnisreichen Tagen in New York befragt, übertreffen sie sich mit Superlativen. Zur Erinnerung : Vom 28. Februar bis 8. März besuchten die fünf Wolmirstedter die Weltstadt in den USA. Kein reiner Urlaubstripp. Denn die Schüler und Lehrer besuchten während ihres Aufenthaltes in den Staaten eine Konferenz der UNIS, der New Yorker Schule der UNO.

Fernsehen ist das eine

Seit 2004, nachdem Uwe Claus, Leiter der Leibniz-Schule die Kontakte geknüpft hatte, brechen Jahr für Jahr Schüler und Lehrer aus Wolmirstedt auf nach New York. Sabine Jahnel weilte bereits das dritte Mal in der riesigen Metropole : " Doch man kann einfach nicht genug kriegen. Und das Schöne, man erschließt sich die Millionen-Stadt immer wieder aufs Neue. "

Anders für Markus Nagel. Der Schüler düste zum ersten Mal über den großen Teich und ist eine Woche nach seiner Rückkehr noch immer regelrecht erschlagen von New York : " Fernsehen ist das eine, aber wenn man selber vor den gigantischen Häuserschluchten steht, die gelben ( gemeint sind die Taxen ) Verkehrströme erlebt, dann ist man einfach nur beeindruckt. "

Nach einem seiner nachhaltigsten Erlebnisse befragt, kommt als prompte Antwort : Das Basketballspiel vor knapp 20 000 Zuschauern im Madison Square Garden. " Das ist eine ganz andere Dimension als unsere Halle der Freundschaft ", versichert der Wolmirstedter.

Domenik Jahnel will den New-York-Tripp nicht an einem Erlebnis festmachen : " Die Stadt muss man einfach auf sich wirken lassen und versuchen, sie irgendwann Stück für Stück zu begreifen. Wie zum Beispiel das Rockefeller-Center, das wir erklommen haben. "

Eine kaum vorstellbare Größe, so verrät Christine Bauherr, tut sich einem auf, besucht man den Central-Park. " Die Beispiele, so versichern alle fünf, könnten sich beliebig fortführen lassen.

New York aber war für die Wolmirstedter, wie Englischlehrerin Sabine Jahnel nachdrücklich betonte, "… keine reine Sightseeing-Tour ". " Unser volles Hauptaugenmerk galt an zwei Tagen der Konferenz der UNIS ", ergänzte Christine Bauherr. " Die Vorträge waren sehr fachspezifisch, doch auf die Schüler zugeschnitten ", räumt Domenik Jahnel, der seit sechs Jahren Englisch lernt, ein. " Wir hatten dennoch hin und wieder Schwierigkeiten, denn nicht jede sprachliche Hürde war zu nehmen. "

Arbeitsintensive Tage

Aber alle fünf waren sich nach zwei arbeitsintensiven Tagen einig : Die im Plenarsaal der UNO abgehaltene Konferenz mit insgesamt 640 Schülern aus über 60 Ländern war ein Gewinn. " Vier gestandene Professoren legten mit ihren Referaten die Grundlage ", erläutert Sabine Jahnel. " Die Schüler aus aller Welt haben danach ihre Meinung sehr engagiert vertreten. "

Luisa Otto, so verriet Christine Bauherr, hatte sich sogar mit einem konkreten Beitrag auf die Diskussion vorbereitet, kam aber bei der Fülle der Anfragen nicht zu Wort. " Auch wenn bis heute noch längst nicht alle Erlebnisse verarbeitet sind, so zeigten sich die Wolmirstedter tief beeindruckt von der Herzlichkeit der New Yorker. " Denn die Hälfte unserer Zeit verbrachten wir bei Gastfamilien ", erzählt Marcus Nagel, " von denen wir auch liebevoll aufgenommen wurden. "