Burg / Haldensleben. Staatssekretär Rüdiger Erben hat sich am Mittwoch bei den Kriminalbeamten der Polizeireviere Jerichower Land und Börde für die Aufklärung einer Einbruchsserie in beiden Landkreisen bedankt. Pünktlich zum Weihnachtsfest konnte die Ermittlergruppe " Haus " drei Tatverdächtige festnehmen ( Volksstimme berichtete ), die seither in Untersuchungshaft sitzen. " Alle drei Männer sind zum Teil geständig ", erklärte Polizeirat Philipp Salow, Revierleiter in Burg, beim Besuch des Staatssekretärs.

Die drei jungen Tatverdächtigen im Alter zwischen 22 und 27 Jahren sollen in den letzten Wochen des vergangenen Jahres in mehr als 130 Häuser eingebrochen sein. Dabei sollen sie unter anderem Heimelektronik, Schmuck, Bargeld und Computertechnik im Gesamtwert von über 100 000 Euro gestohlen haben. " Seit die Männer gefasst wurden, ging die Zahl der wöchentlichen Einbrüche rapide zurück ", berichtete Salow.

Kay Gericke, Bürgermeister der Gemeinde Biederitz, ist froh über diese gute Botschaft. " Die Straftaten waren bei den Bürgern oft Gesprächsthema. Jetzt können sie wieder ruhiger schlafen ", sagte er gestern. Die Diebe suchten meist Orte auf, die nahe der Autobahn liegen. Auch Biederitz gehörte zu den ausgewählten Dörfern und Städten.

Erben betonte bei seinem Besuch, wie wichtig es sei, dass diese Straftaten aufgeklärt werden konnten. " Vor allem Hauseinbrüche machen den Menschen Angst. Neben dem materiellen Schaden entsteht die Furcht, dass die Täter wiederkommen könnten ", meinte er. Zudem wühlen die Diebe meist auch in den sehr persönlichen und intimen Dingen oder schauen sich in den " heiligen Räumen " wie das Schlafzimmer um. Nicht jedes Einbruchsopfer kann mit dieser Vorstellung problemlos leben.

Eigens zur Aufklärung dieser Serie wurde die Ermittlergruppe " Haus " gegründet. Beamte der beiden Reviere sowie der Polizeidirektion Nord und des Landeskriminalamtes arbeiteten gemeinsam an den Fällen. Schnell hatte sich gezeigt, dass die einzelnen Straftaten in einem Zusammenhang stehen. Die Ermittlungen dauern jedoch immer noch an.