Die Bewerbungsfrist läuft : Noch bis zum 31. März haben Interessierte die Möglichkeit, ihre Bewerbung an der Evangelischen Fachschule für soziale Berufe einzureichen. Die Ausbildung zum Sozialassistenten bietet die Grundlage für viele weiterführende Berufe im sozialen Bereich. Ein hoher Praxisbezug zeichnet die Ausbildung aus.

Wolmirstedt. " Bei mir hat es mit dem Babysitten angefangen ", erzählt Beate Kerntopf. Sie ist eine von derzeit 90 Schülerinnen und Schülern, die an der Evangelischen Fachschule für soziale Berufe eine Ausbildung zur Sozialassistentin absolvieren. In der Nachbarschaft mal ein Kind hüten und damit das Taschengeld aufbessern – so hat die heute 19-Jährige ihr Interesse an der Arbeit mit Kindern entdeckt.

Die Ausbildung zur Sozialassistentin dauert zwei Jahre und kann die Basis für eine Laufbahn im sozialen Bereich sein : " Viele unserer Schüler bauen auf die Ausbildung auf, schließen zum Beispiel den Erzieher an und planen darüber hinaus ein Studium ", sagt Schulleiterin Christina Herwig. Auch bei Beate Kerntopf soll die Ausbildung zur Sozialassistentin nur der Anfang sein : " Ich bin jetzt im zweiten Jahr. Danach werde ich noch die Ausbildung zur Erzieherin machen. " Wie es sich anfühlt, mit Kindern zu arbeiten, kann die Colbitzerin im Praktikum in einer Kindertagesstätte erleben.

Praxisbezug ist eine wichtige Komponente in der Ausbildung. Der Anspruch läge nämlich nicht allein in der Vermittlung von Sachkompetenz. " Genauso wichtig ist die Bildung einer Persönlichkeit ", sagt Christina Herwig. Schließlich steht der Umgang mit Menschen jederzeit im Mittelpunkt. Deshalb ist bereits im ersten Schuljahr ein vierwöchiges Praktikum integriert. Im zweiten Jahr wechseln sich Praxis und Theorie sogar wöchentlich ab.

Die angehenden Sozialassistenten lernen so das soziale und pflegerische Berufsfeld von Grund auf kennen. Das kann in Kindergärten sein, aber auch in Wohnstätten oder Werkstätten für Menschen mit Behinderung sammeln die Schüler Erfahrungen. " Da unsere Schule mit den anderen Einrichtungen des Bodelschwingh-Hauses gut vernetzt ist, bestehen hier die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten ", so die Schulleiterin.

Aber auch der schulische Teil der Ausbildung wird praxisnah gestaltet. Denn was liegt näher, als zum Beispiel Ernährungslehre in einer Küche zu unterrichten oder Datenverarbeitung direkt am Computer zu lernen ? " Im ersten Jahr haben wir viel in der Küche gelernt, haben die Einkäufe erledigt, gekocht und anschließend gemeinsam gegessen ", erinnert sich Beate Kerntopf. Im Fach " Sozialpädagogisches Handeln " sitzen die jungen Männer und Frauen auch nicht nur an ihren Tischen : " In Rollenspielen trainieren wir den Umgang mit Menschen, entwickeln gemeinsam Ideen für Projekte, wie sie später in den Einrichtungen umgesetzt werden könnten. "

Wer sich für die Ausbildung interessiert, kann sich auf der Homepage der Schule informieren :

www. efs-wms. de