Der Run auf die Ganztagsschule " Johannes Gutenberg " scheint ungebrochen. Zum Tag der offenen Tür am Sonnabend kamen zahlreiche Eltern mit ihren Kindern, um sich über die Angebote der Einrichtung zu informieren. Künftigen Erstklässlern wurde jede mögliche Angst vor dem neuen Lebensabschnitt genommen.

Wolmirstedt. Paul aus Farsleben geht in die erste Klasse. Bereits seit November kann der dunkelhaarige Junge lesen. Der Schlüssel für den Erfolg ist eine spezielle Lehrmethode. Das Lesen wird durch Schreiben hauptsächlich am Computer geübt. Der Erstklässler beherrscht es so gut, dass ihm die Besucher des Tages der offenen Tür am Sonnabend über die Schulter schauen durften. Darunter auch Milena aus Glindenberg, die sich schon sehr auf die Schule freut, " Ich möchte so gerne schreiben können. Dann würde ich meinem Opa einen Brief schicken. " Auch Sandrine kann es gar nicht abwarten, lesen zu lernen. Wie schnell das geht, weiß Ivonne Wolff, die Mutti von Paul. Sie berichtete am Sonnabend den Eltern von ihren Erfahrungen mit der Ganztagsschule. " Anfangs war ich recht skeptisch. Aber mittlerweile bin ich vom Konzept komplett überzeugt. Paul kann seiner kleinen Schwester bereits aus seinem Lieblingsbuch vorlesen. Außerdem ist er viel selbständiger geworden. " René Schmidtke aus Mose hatte mit Mark ( 5 ) und Hellen ( 3 ) mitgebracht. " Unser Max ist hier bereits zur Schule gegangen. Der ist jetzt am Gymnasium. Weil alles so gut gelaufen ist, sollen auch seine Geschwister hier eingeschult werden. "

284 Mädchen und Jungen besuchen derzeit die Gutenberg-Grundschule. 2006 ist sie umfangreich saniert worden. Beim Hausrundgang mit Schulleiterin Christina Schleef konnten sich die Besucher davon überzeugen. Bei der Vorstellung des Konzeptes der Ganztagsschule betonte die Schulleiterin, dass besonders in der ersten Zeit viel Wert darauf gelegt wird, dass die Kleinen nicht überfordert werden. " Schule soll ja auch Spaß machen. " Im Unterricht und in weiterführenden Angeboten sollen Gemeinschaftsgefühl, Selbstbewusstsein und Toleranz gefördert werden. Das Angebot an Arbeitsgemeinschaften ist groß. Es reicht von Sprachbildung, über Sport bis hin zu Theater und Musik. Lehrerin Janet Bernsdorf, einstige Referendarin an der Schule : " Ich habe zwischenzeitlich an einer anderen Schule gearbeitet und war sehr glücklich, als es hier erneut geklappt hat, weil ich vom Konzept überzeugt bin. "

Der Tag der offenen Tür endete mit einer kleinen Theatervorstellung. " Hase und Igel " machte auch den kleinen Besuchern viel Spaß und nahm ihnen wohl den letzten Rest Angst vor der Schule.