Haldensleben. Elke Westphal ist Augentrainerin. Für sie ist das eigentlich kein Beruf, denn erst als die frühere Biologielehrein, die am Wolmirstedter Gymnasium tätig war, 2004 in den Ruhestand ging, entdeckte sie diese Aufgabe für sich.

" Ich bin jetzt 66, und ich werde 90 ! Also habe ich noch genug Zeit ", versichert sie mit einem Lächeln. " Bis 70 auf alle Fälle ", schwächt sie dann ab. Und diese Beschäftigung soll für sie immer noch Freude sein.

In den neuen Bundesländern ist eine Augentrainerin noch nicht alltäglich, sagt sie, doch je länger sie für die Augenschule Sachsen-Anhalt wirbt, um so mehr Interessenten kommen zu ihr. Auch in Haldensleben hat die Meitzendorferin schon ein Grüppchen um sich geschart, das sich regelmäßig zum Augentraining trifft. Diese Trainingsstunden laufen in Regie der Kulturfabrik. Wenn es wieder wärmer wird, ab Mai, geht es auch wieder los.

" Ich hatte selbst Probleme mit den Augen ", erzählt Elke Westphal. " Trockene Augen, verspannter Nacken ", zählt sie die Anfänge auf. Und es wurde immer schlimmer mit der Beweglichkeit der Augen. Sie habe sich nach Hilfe umgehört und eine Augenschule in Oberursel gefunden. " Das hat mir gut getan ", erinnert sie sich. Und als sie dann in den Ruhestand ging, begann sie noch einmal zu studieren. Längst ist sie anerkannte Augentrainerin, hat schon viele Vorträge und Kurse zwischen Magdeburg und Salzwedel gegeben, auch bei der Volkssolidarität, der Arbeiterwohlfahrt und anderen Organisationen.

Bei Computerarbeit oder anderen einseitigen Belastungen wird der Sehradius eingeschränkt, die Augen verlieren an Beweglichkeit, das kann nicht nur für das Sehvermögen, sondern auch für das gesamte körperliche Wohlbefinden Konsequenzen haben. Dabei lässt es sich relativ einfach vorbeugen, versichert sie.

Am 25. und 26. Januar kommt Elke Westphal zu einem besonderen Seminar in die Kulturfabrik. " Diabetes – eine Gefahr für die Augen " heißt es, und richtet sich vor allem an Diabetiker. Diabetische Augenerkrankungen sind die führende Ursache von Erblindungen und beeinträchtigtem Sehvermögen bei Erwachsenen. Anmeldungen und weitere Nachfragen sind in der Kulturfabrik möglich, Telefon ( 0 39 04 ) 4 01 59.