Jahr für Jahr im Monat Januar öffnen sich in der Leibniz-Sekundarschule in der Gipfelstraße die Tore. Die Sekundarschule lädt dann ein zu einem Tag der offenen Tür – so geschehen am vergangenen Sonnabend. Doch diesmal war trotz des Wintereinbruchs alles etwas farbiger und interessanter. Was nicht verwundert. Denn bereits zum zehnten Mal in Folge hatten die Fachlehrer ihre Räume vorbereitet, standen sie den künftigen Schülern und interessierten Eltern Rede und Antwort.

Wolmirstedt. Der Weg in die Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Schule in der Gipfelstraße am vergangenen Sonnabend war kein leichter, der Winter macht sich noch immer breit. Während aber draußen das Weiß vorherrschte, war in der Schule viel Farbe angesagt. Fachlehrer Jens Helmchen und seine Schüler fertigten im Vorfeld zahlreiche Wegweiser ( bunte Stachelschweine ), die den Besuchern die Orientierung erleichterten.

" Wir wollen, dass die interessierten Schüler, die mit unserer Einrichtung liebäugeln, auf dem kürzesten Weg zum Ziel kommen ", so betonte Schulleiter Uwe Claus, " mit den Jahren hat sich nicht nur in Wolmirstedt herumgesprochen, dass wir zwar eine ganz normale Schule sind, in der aber die Mädchen und Jungen wissen, dass sie besonders gefördert werden. Unser Schulkonzept überzeugt. "

Bevor ( nicht nur ) der Schulleiter mit den ersten Eltern ins Gespräch kam, der Besucherstrom setzte pünktlich um 10 Uhr ein, erinnerte Gerhild Schmidt, bei der die organisatorischen Fäden zusammenliefen, daran, dass alle im Kollegium mitgeholfen haben : " 22 Lehrer waren vor Ort, hatten ihre Fachkabinette für die Besucher geöffnet. "

Erstmals dabei beim Tag der offenen Tür war Diplom-Sozialpädagogin Frauke Held. " Die mit dem neuen Schuljahr gezielt in die Projektarbeit eingebunden ist ", betonte Schulleiter Uwe Claus, " Es war eine richtige, weil gute Entscheidung. Denn die pädagogische Fachkraft erreicht die Schüler und wird auch akzeptiert. "

An diesem Sonnabend aber wurden vor allem die künftigen Fünftklässler erwartet. " Und die kommen vor allem aus der Diesterwegschule, aber auch die Colbitzer Grundschule hat Interesse signalisiert ", erläuterte Fachlehrerin Gerhild Schmidt.

Diese Einladung kam an. Auch, weil die Schule schon Wochen vorher in die Offensive gegangengen ist. Es wurden Handzettel verteil, die Eltern angeschrieben. " Die vierten Klassen der Diesterwegschule waren zudem mit ihren Lehrern bereits zu einem Schnuppertag an unserer Schule ", erläuterte Gerhild Schmidt.

Dennoch wartete an diesem Sonnabend so manche Überraschung auf die Schüler und ihre Eltern. Zum Beispiel im Geographieraum, im Raum für produktives Lernen oder im Fachkabinett für Physik, wo Ingolf Berg manches Experiment mit den Besuchern durchführte. Zudem verwies Schulleiter Uwe Claus immer wieder darauf, dass der Werkraum nicht nur neu ausgestattet wurde, sondern auch von den Schülern gern angenommen wird. Kein Zufall, denn es gibt das Projekt " Produktives Lernen " und zudem einen Tag in der Praxis.

Die Leibnizschule aber ist auch aus einem anderen Grund für die neuen Schüler interessant. Sie gehört zu den Förderschulen in den Kernfächer Mathe, Englisch oder Deutsch. Was dies bedeutet, das erklärte Uwe Claus : " Die Klassen werden speziell in diesen Fächern geteilt, so dass maximal zehn Schüler von einem Fachlehrer betreut werden. "

Der Unterricht, auch darauf machte der Schulleiter aufmerksam, wird nach dem Fachraumsystem abgehalten. Die Stunden erfolgen jeweils in den entsprechenden Fachkabinetten. Das heißt, es herrscht stets Bewegung an der Schule. Auch am Sonnabend, aber da standen Schülerlotsen den Gästen helfend zur Seite.