Wolmirstedt ( cl ). Einen Schutzengel hatten Anfang des neuen Jahres Hans-Dieter Funke und seine Frau Cornelia.

Am Sonnabend nach dem Jahreswechsel war das Ehepaar zum Einkaufen gefahren. Als sie danach das Auto vor ihrem Häuserblock in der Friedrich-Ebert-Straße abstellten und die Einkäufe ausluden, passierte es : " Ich stand grad im Hausflur, meine Frau kam durch die Tür hinterher. Und plötzlich hat es hinter uns laut gekracht – das Vordach hatte sich gelöst und war aus der Verankerung gerissen. " Erst, als wir in der Wohnung waren, wurde meiner Frau und mir so richtig bewusst, was hätte passieren können. Da haben wir richtig gezittert. "

Das Ehepaar meldete sich beim Hauswart des WWG-Blockes, der sich der Sache annahm. " Das Dach hing ja noch in einer Verankerung und blockierte den Eingang. Man konnte schwer rein und raus und es bestand die Gefahr, dass es noch ganz runterkommt ", schildert der Anwohner die ersten Schrecksekunden des noch jungen Jahres. " Ein Bekannter aus dem Nachbarblock hat alles beobachtet und kam dann gleich mit einer Leiter raus, um das Vordach seines Hauses vom Schnee zu befreien. " Doch ob es am Gewicht des Schnees lag, dass das Vordach abriss, wagt Gerhard Thiede zu bezweifeln. Der Geschäftsführer der Wolmirstedter Wohnungsbaugesellschaft will das Geschehene nicht herunterspielen, warnt aber vor Panik. " Wir sind derzeit dabei, den Vorfall und vor allem die Ursachen zu prüfen. Ich denke, der Schnee war vielleicht die auslösende Wirkung, aber nicht die Ursache. Die Vordächer hängen ja schon seit 15 Jahren, ohne dass je etwas passiert ist ", so Thiede auf Volksstimme-Nachfrage.