Wolmirstedt. Ganz neue Töne waren am vergangenen Wochenende aus der Katharinenkirche in Wolmirstedt zu hören. Die ungewohnten Laute erinnerten ein wenig an den dumpfen Klang hölzerner Trommeln. Und dem war auch so, wie Kursleiterin Ulrike Noetzel bestätigte. Die Wolmirstedterin studiert seit Jahren in Magdeburg im Magisterstudiengang Musikpädagogik und Germanistik, wobei ihre bevorzugten Instrumente das Klavier und das Schlagzeug sind : " Ich stehe unmittelbar vor den Abschlussprüfungen und arbeite bereits seit knapp zwei Jahren an der Kreismusikschule Bördekreis als Schlagzeuglehrerin. "

Dennoch nahm sich die künftige und sehr engagierte Musikpädagogin die Zeit, lud am Freitag und Sonnabend zum Kurs auf der Cajòn ein.

Wie Ulrike Noetzel betonte, fanden die gut besuchten Kurse auf Anregung der Katharinengemeinde Wolmirstedts, aber insbesondere auf Initiative der Kirchenmusikerin Konstanze Schlegels statt, " die immer wieder offen für neue Ideen ist. Bei der Veranstaltung selbst, handelte sich um reine Einführungskurse zum Spielen des Cajón ".

Bei diesem Musikinstrument handelt es sich um eine aus Lateinamerika stammende kistenförmigen Trommel, die aufgrund ihrer speziellen Bauart in der Lage ist, den Klang eines Schlagzeugs nachzuempfinden. Wie die Kursleiterin versicherte, nur etwas leiser.

Das Interesse war groß, pro Kurs, einer am Freitag und zwei am Sonnabend, wurde mit acht Teilnehmern gearbeitet, die nicht nur aus Wolmirstedt kamen. Cajòn, das zumindest machte das Wochenende deutlich, spricht Jung und Alt an. Das Alter der überwiegend weiblichen Teilnehmer lag nämlich zwischen 10 und 50 Jahren.

Wie die Studentin erläuterte, wurden vor allem Rhythmen zu verschiedenen Musikstilen erst rein theoretisch geübt, sowie anschließend im praktischen Teil Gospels gesungen und die Rhythmen dazu getrommelt. Was den Teilnehmern schnell bewusst wurde, sehr gut zum Tragen kam vor allem die Vielseitigkeit des Instrumentes.

Und so erklang an beiden Tagen Slow Rock, Fast Rock, Blues und Bossa Nova.