Bilanz für 2009 zogen am Sonnabend die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Niederndodeleben-Schnarsleben. Auf der Jahreshauptversammlung legte Wehrleiter Stefan Libbe Rechenschaft ab und blickte in die Zukunft des Brandschutzes an der Schrote voraus. Auch Probleme kamen dabei nicht zu kurz.

Niederndodeleben. Im vergangenen Jahr rückten die Niederndodeleber Feuerwehrleute 20 Mal aus, ein Mal gab es einen Fehlalarm, elf Mal waren Brände die Ursache, acht Mal mussten die Kameraden wegen technischer Hilfeleistungen zum Einsatz. Dabei waren insgesamt 176 Kameraden vor Ort und 267 Stunden im Einsatz.

Um für ihre Einsätze gewappnet zu sein, absolvierten die Niederndodeleber Feuerwehrleute auf 42 Dienstabenden insgesamt 897 Ausbildungsstunden, hinzu kamen Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene.

Libbe lobt den hohen

Ausbildungsstand

Die Grundausbildung neuer Kameraden wurde Wehrleiter Stefan Libbe zufolge erfolgreich absolviert. Bei kulturellen Höhepunkten wie dem Feuerwehrball und dem Bördehoffest schwangen die Kameradinnen und Kameraden das Zepter. Zudem wurde ein Tag der offenen Tür veranstaltet.

Für die Zukunft kündigte Wehrleiter Libbe eine Stabilisierung und Verbesserung des " hohen Ausbildungsstandes " an. Insbesondere die Brandbekämpfungsausbildung im Brandhaus soll dabei vertieft werden.

Auf dem Plan für 2010 steht die Ersatzbeschaffung eines 20 Jahre alten Rettungsgeräts ganz oben auf der Wuschliste. Zudem sind ein Feuerwehrfest vom 20. bis 21. August sowie der Tag der offenen Feuerwehrtür am 2. Oktober geplant. Einen Tag später soll die 20-jährige Partnerschaft mit der Koldinger Feuerwehr gefeiert werden. In Sachen Ausbildung ist unter anderem der Lehrgang " Truppmann I " sowie Sprechfunk in Niederndodeleben vorgesehen.

Sorgen um den

Nachwuchs der Wehr

Wie viele andere Feuerwehrren hat auch die Niederndodeleber Wehr mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. " Der Nachschub aus unserer Jugendfeuerwehr reicht nicht aus. Junge Mitglieder wandern wegen ihrer Lehre ab. Vielleicht sollte der öffentliche Dienst mit gutem Beispiel vorangehen und offene Stellen mit Feuerwehrleuten besetzen. Auch Angestellte der Gemeinden sollten für die Feuerwehr geworben werden. " Verschärft wird das Problem durch einen weiteren Umstand : Von 30 Mitgliedern der aktiven Einsatzabteilung sind werktags nur drei direkt vor Ort, sieben Feuerwehrleute sind Schichtarbeiter, zwischen drei und fünf Brandschützer sind tagsüber innerhalb von 30 Minuten vor Ort. Der Rest der Einsatzabteilung ist nur nachts einsatzbereit.

Nach der Kritik folgte auch Angenehmes. Im Beisein von Bürgermeisterin Steffi Trittel und Ortsbürgermeister Wolfgang Schmid zeichnete die Wehrleitung ihre Mitglieder für langjährige Mitgliedschaften aus und beförderte zahlreiche Feuerwehrleute ( siehe Kasten ).