Die Agrargenossenschaft Nord braucht sie als Zufahrt, auch der Wirtschaftshof der Gemeinde – nach der langen Winterpause wurden in der Vorwoche die Arbeiten an Agrarstraße im nördlichen Gemeindegebiet wieder aufgenommen. Bis Mitte Mai soll die innerörtliche Verkehrsanlage endlich grundhaft ausgebaut sein.

Barleben. Die Arbeiten unterirdisch sind Geschichte. Die einsturzgefährdete Lastenwaage am Ende der Straße ist verschwunden. Die Agrargenossenschaft brauchte sie nicht mehr. Der WWAZ ließ einen neuen Abwasserkanal mit Straßeneinläufen versenken. Augenblicklich wird der eigentliche Straßenkörper hergestellt. Die Ortschaftsräte hatten sich mit den Planern auf eine Fahrbahn von 6, 50 Meter Breite geeinigt. Als die ersten Borde gesetzt wurden, trat der Winter ein und damit eine mehrwöchige Baupause. Die Fahrbahn wird maschinell mit Betonverbundpflaster ausgelegt. Auf der Südseite wird ein durchgehender, zwei Meter breiter Gehweg aus Betonrechteckpflaster geschaffen. Im Bereich der Wohnbebauung werden vier Pkw-Stellflächen in Längsaufstellung angeordnet. Für die Parkflächen werden Natursteine eingesetzt. Zwischen Fahrbahn und Gehweg rangiert ein Grünstreifen. Auf ihm sollen mittelkronige Bäume ( Feldahorn ) gepflanzt werden. Die Platzverhältnisse lassen mehr als ein Dutzend Gehölze zu. Die unbefestigte Seitenanlage nimmt eine Rigole zur Vorort-Versickerung des Regenwassers auf. Die Straßenbeleuchtung wird ebenfalls in der südlichen Seitenanlage ( Gehwegseite ) angeordnet.

Vor ihrem grundhaften Ausbau, der laut Bauamt vermutlich noch bis Mitte Mai andauern wird, war die Agrarstraße in einem äußerst desolaten Zustand. Überwiegend bildeten Betonplatten die Befestigung. Die waren infolge der Belastung mit landwirtschaftlichen Großgeräten in kleine Stücke zerbrochen bzw. großflächig zerstört. Die innerörtliche Verkehrsanlage hatte für den Begegnungsfall Lkw-Lkw keine ausreichende Breite. Infolge des fehlenden Seitenstreifens war eine sichere Führung des Fußgängerverkehrs nicht möglich. Passanten mussten die Fahrbahn benutzen. Auch die Ableitung des Oberflächenwassers bei Regen war nicht sichergestellt. Im Fahrbahnbereich bildeten sich Pfützen.

Die Agrarstraße im nördlichen Gemeindegebiet stellt die Hauptzufahrt zum Betriebshof der Agrargenossenschaft Nord dar. Auch der Wirtschaftshof der Kommune wird über die 335 Meter lange Trasse erschlossen und weitere Gewerbebetriebe. Mit dem regelkonformen Ausbau der innerörtlichen Verkehrsanlage sollen auch die ca. 50 Bewohner des neuen Wohngebietes " An der Kleewiese " besser zu ihren Eigenheimen gelangen.