Glindenberg ( cl / uhö ). Die kleinen " Elbstrolche " nehmen auch in diesem Jahr an der Aktion " Waldfüchse " der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald teil. Die Auseinandersetzung mit der Natur erfolgt dabei aber nicht nur theoretisch. Deshalb traf sich die große Gruppe der Kindertagesstätte, begleitet von den Erzieherinnen Sylvia und Sabrina, gestern zu einem Spaziergang durch den Glindenberger Forst. Ornithologe Karl Uhlenhaut und Ulrich Höhne von der Schutzgemeinschaft führten die Wanderung in Richtung Elbe und gaben ihr Wissen an die Kinder weiter. Die waren auf leisen Sohlen unterwegs und konnten so unter anderem den lärmenden Haussperling hören, den man früher häufig entdecken konnte. Heute ist die Vogelart aufgrund veränderter Umweltbedingungen seltener anzutreffen.

Weiter ging es mit dem Rotkehlchen und der Heckenbraunelle. Die Kinder lauschten gespannt und freuten sich, dass " der Wald singt ". 17 verschiedene Vogelarten konnten gehört werden, obwohl noch nicht alle Vögel nach dem langen Winter wieder zurückgekehrt sind. Mit großem Interesse wurde der Flug des Mäusebussards und des Schwarzmilans verfolgt. Aber nicht nur die Vögel waren von Interesse, auch die schon vorhandenen Buschwindröschen und das Scharbockskraut ( Gelbe Annemone ) wurden bewundert.

In diesem Jahr gab es aber noch etwas ganz Besonderes zu bestaunen, die Pflanzmaschinen auf der angrenzenden Ackerfläche. Durch den Forstwirtschaftsmeister Dennis Kloska erfuhren die Kinder, dass mit den Pflanzmaschinen pro Tag bis zu 5000 Eichen gepflanzt werden können, wo man in Handarbeit höchstens 300 schaffen würde. Wenn sie auf der Wanderung gut aufgepasst haben, erhält jedes der Kinder einen Stempel in seinen Waldfuchspass.