Insgesamt 36 Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr durchkreuzten am Sonnabend in den Vormittagsstunden den Landkreis. Ziele der Feuerwehrleute, die an einer Marschübung der Kreisfeuerwehrbereitschaft teilnahmen, waren vier Schwerpunktobjekte, an denen sie sich mit den Besonderheiten vertraut machten, falls doch einmal der Ernstfall eintreten sollte.

Hermsdorf / Landkreis Börde. Als am Sonnabend um die Mittagszeit die einzelnen Züge der Kreisfeuerwehrbereitschaft auf dem Parkplatz am Elbe-Park eintrafen, konnten der Kreisbrandmeister Horst Nitzer, der Bereitschaftsführer Lutz Pechbrett und alle anderen Verantwortlichen der Technischen Einsatzleitung eine positive Bilanz zu der Marschübung ziehen. Alle Züge seien gut gelaunt zurückgekommen und fanden die Übung interessant. " Keine gravierenden Mängel ", bescheinigte Lutz Pechbrett allen Beteiligten, während Horst Nitzer von einer der stärksten Kreisfeuerwehrbereitschaften im Land sprach.

Auch Roland Läbisch von der Landkreisverwaltung war begeistert. Jeder habe sein Bestes gegeben. " Jeder weiß jetzt, wie groß der Landkreis ist und was Ihr leisten könnt. Wir hoffen nicht, dass es zum Ernstfall kommt, aber wir wissen, wenn, dann kann sich einer auf den anderen verlassen ", sagte er.

Bereits am frühen Morgen waren die einzelnen Züge von ihren Bereitsstellungsräumen gestartet, um jeweils zwei der ausgesuchten vier Schwerpunktobjekte anzufahren. Entsprechend ihrer Spezialaufgaben – der erste und der sechste Zug sind auf Brandschutz und Technische Hilfeleistung spezialisiert, der zweite und der siebente auf Brandschutz und Wasserversorgung, der dritte ist ein Tankerzug und der vierte ist für die Logistik zuständig – sahen sie sich in der Flechtinger Median-Klinik, im Technologiepark Barleben, im Bioethanolwerk in Klein Wanzleben sowie in der Oschersleber Motorsport-Arena um. " Die einzelnen Züge kannten die Ziele ", erklärte Horst Nitzer. Hintergrund sei es gewesen, die Kameraden spezifisch darauf vorzubereiten, falls es einmal zu einem Einsatz kommen sollte. In den einzelnen Objekten gab es Unterstützung von den dort zuständigen Abschnittsleitern und Angehörigen der Betriebe, die mögliche Fragen beantworteten. Die Züge legten im Rahmen der Marschübung insgesamt eine Strecke von etwa 4.000 Kilometer zurück.

Auf dem Parkplatz des Elbe-Parks war den gesamten Vormittag über die Technische Einsatzleitung, die aus zwölf Kameraden bestand, stationiert. Per Funk standen sie mit den einzelnen Zügen unterwegs in Kontakt und wussten so zu jeder Zeit, wo sich die Kameraden befanden. Ziel der Übung war es nämlich zudem, auch die Kommunikation auszutesten. Sie kam zwar gelegentlich an ihre Grenzen, aber es hat funktioniert.

Die positive Resonanz der Kameraden – insgesamt waren 136 von ihnen an die Übung beteiligt – freute auch die Organisatoren, die viel Zeit in die Vorbereitung der Übung investiert hatten. Der Dank des Kreisbrandmeisters ging auch an den Landkreis, der die Übung finanzierte.

Die Kreisfeuerwehrbereitschaft besteht aus sieben Zügen, die zum Einsatz kommen, wenn die Kapazitäten der örtlichen Feuerwehren nicht mehr ausreichen. Sie setzt sich aus Kameraden verschiedener Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis zusammen, die hier Dienst zum normalen Dienst in ihren heimischen Feuerwehren verrichten. In die Marschübung war der fünfte Zug, der Chemische Zug, nicht integriert.